
Lange Warteschlangen an den Einwanderungsschaltern am Pariser Flughafen Charles de Gaulle und Orly über das Maifeiertagswochenende haben Brüssel endlich zum Handeln bewegt. Am späten 2. Mai gab die Europäische Kommission eine Mitteilung heraus, die es Schengen-Mitgliedstaaten erlaubt, die neuen Entry/Exit-System (EES)-Kioske abzuschalten, wenn die Warteschlangen die vereinbarten Servicegrenzen überschreiten. Praktisch bedeutet das, dass Grenzbeamte bei Spitzenzeiten wieder auf den manuellen Passstempel zurückgreifen können. Die französische Grenzpolizeigewerkschaft bestätigte, dass diese Anweisung am Morgen des 3. Mai aktiviert wurde, wodurch Beamte die Möglichkeit haben, Reisende ohne Fingerabdruck oder Gesichtsscans passieren zu lassen.
Diese Zugeständnis zeigt, dass der vollständige Start des EES am 10. April schwieriger war als in Tests angenommen. EU-Statistiken verzeichnen bereits 61 Millionen Grenzübertritte von Drittstaatsangehörigen, doch Fluggesellschaften berichten täglich von Dutzenden verpasster Anschlussflüge, da die biometrischen Kioske den Passagierfluss bei Umsteigern verlangsamen. Air France teilte Geschäftsreisemanagern mit, dass die Mindestumsteigezeit am CDG vorerst bei 90 Minuten bleibt, „bis die biometrische Zuverlässigkeit verbessert ist“.
Für Mobility-Manager bedeutet dies vor allem Unsicherheit bei der Berechnung der Schengen-Aufenthaltsdauer. Ein manueller Stempel dokumentiert zwar die Einreise, doch die automatische Berechnung der erlaubten 90/180 Tage erkennt ungestempelte Ausreisen erst, wenn die Daten nachgetragen werden. Globale Mobility-Teams sollten daher Entsandte mit Einreise-Schengen-Visa darauf hinweisen, dass ein neuer Stempel versehentlich ihre einzige erlaubte Einreise verbrauchen und damit den Rückflug gefährden könnte.
Langfristig betont die Kommission, dass die biometrische Pflicht zurückkehren wird, sobald Flughäfen mehr Kioske und Personal bereitstellen. Zudem wurde der Start von ETIAS im Oktober 2026 bekräftigt – die elektronische Reisegenehmigung, die für Briten, Amerikaner und andere visumfreie Besucher eine zusätzliche Vorabprüfung einführt. Unternehmen sollten daher weiterhin einen Puffer von 30 Minuten in ihren Reiseplänen einplanen und bereits jetzt mit den ETIAS-Gebühren kalkulieren.
Diese Zugeständnis zeigt, dass der vollständige Start des EES am 10. April schwieriger war als in Tests angenommen. EU-Statistiken verzeichnen bereits 61 Millionen Grenzübertritte von Drittstaatsangehörigen, doch Fluggesellschaften berichten täglich von Dutzenden verpasster Anschlussflüge, da die biometrischen Kioske den Passagierfluss bei Umsteigern verlangsamen. Air France teilte Geschäftsreisemanagern mit, dass die Mindestumsteigezeit am CDG vorerst bei 90 Minuten bleibt, „bis die biometrische Zuverlässigkeit verbessert ist“.
Für Mobility-Manager bedeutet dies vor allem Unsicherheit bei der Berechnung der Schengen-Aufenthaltsdauer. Ein manueller Stempel dokumentiert zwar die Einreise, doch die automatische Berechnung der erlaubten 90/180 Tage erkennt ungestempelte Ausreisen erst, wenn die Daten nachgetragen werden. Globale Mobility-Teams sollten daher Entsandte mit Einreise-Schengen-Visa darauf hinweisen, dass ein neuer Stempel versehentlich ihre einzige erlaubte Einreise verbrauchen und damit den Rückflug gefährden könnte.
Langfristig betont die Kommission, dass die biometrische Pflicht zurückkehren wird, sobald Flughäfen mehr Kioske und Personal bereitstellen. Zudem wurde der Start von ETIAS im Oktober 2026 bekräftigt – die elektronische Reisegenehmigung, die für Briten, Amerikaner und andere visumfreie Besucher eine zusätzliche Vorabprüfung einführt. Unternehmen sollten daher weiterhin einen Puffer von 30 Minuten in ihren Reiseplänen einplanen und bereits jetzt mit den ETIAS-Gebühren kalkulieren.
Quelle: ObservAlgerie
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