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Ryanair fordert Frankreich auf, das EU-Ein- und Ausreisesystem vor der Hauptsaison einzufrieren

Mai 2, 2026
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Ryanair fordert Frankreich auf, das EU-Ein- und Ausreisesystem vor der Hauptsaison einzufrieren
Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat Innenminister Laurent Nuñez in einem Schreiben aufgefordert, die Einführung des europäischen Ein- und Ausreisesystems (EES) in Frankreich bis September 2026 auszusetzen. In dem Brief vom 30. April argumentiert die Airline, dass das biometrische Grenzregime – das von Nicht-EU-Reisenden bei der Ankunft Fingerabdrücke und ein Gesichtsfoto verlangt – noch unausgereift sei und bereits zu Wartezeiten von ein bis zwei Stunden in Beauvais, Marseille und Nantes führe. Die Forderung ähnelt der von Flughafenbetreiber Groupe ADP, der vor chronischen Staus warnt, falls das System in seinem aktuellen Zustand in Betrieb genommen wird. Obwohl Inhaber von Langzeitvisa und Einwohner theoretisch ausgenommen sind, werden sie weiterhin in manuelle Kontrollspuren geleitet, da die PARAFE-E-Gates den neuen Anmeldestatus noch nicht lesen können. Neal McMahon, Leiter der Ryanair-Operationen, warnt, dass Familien Flüge verpassen könnten, und fordert Frankreich auf, die Aussetzungsklausel der EU-Verordnung 2025/1534 in Anspruch zu nehmen – so wie es Griechenland bereits getan hat – um die Sommer-Hochsaison zu schützen. Für Firmenreisemanager schafft die Situation Unsicherheit bezüglich der Abfertigungszeiten an den französischen Grenzen. Ignoriert Paris die Bitte, müssen Mobilitätsteams Reisende aus visumfreien Ländern (UK, USA, Australien etc.) darauf vorbereiten, dass die erste Einreise 30 bis 60 Minuten länger dauern kann, da die Kioske biometrische Daten erfassen. Unternehmen mit Pendlern, die britische „Brexit“-Karten besitzen, sollten diese ebenfalls auf mögliche manuelle Kontrollen einstellen. Sollte die Aussetzung gewährt werden, würde sich Frankreich mehreren Mitgliedstaaten anschließen, die das EES bis nach dem 30. September verschieben. Dies würde den Flughäfen Zeit geben, weitere Selbstbedienungsstationen zu installieren, die Grenzpolizei im Umgang mit Problemen zu schulen und die bereits in Portugal und Schweden verfügbare Vorregistrierungs-App „Travel to Europe“ einzuführen. Unabhängig vom Ausgang ist Handeln gefragt: Reisende sollten früher ankommen, und HR-Teams müssen mögliche verpasste Anschlussverbindungen in ihre Fürsorgeplanung einbeziehen. Gleichzeitig dürften Anbieter von Expresskontrollspuren einen Anstieg der Nachfrage aus der Wirtschaft verzeichnen, da Unternehmen während der unruhigen Einführung eine garantierte Abfertigung suchen.
Quelle: The Connexion

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