
Indiens Innenministerium (MHA) hat die umfassendste Reform des Overseas Citizen of India (OCI)-Programms seit dessen Einführung im Jahr 2006 abgeschlossen. Die Citizenship (Amendment) Rules 2026, die am 30. April veröffentlicht und ab dem 1. Mai in Kraft getreten sind, verlagern alle Schritte im OCI-Prozess auf ein neues Online-Portal, das neben dem bekannten blauen Heftchen nun auch elektronische OCI-Ausweise (e-OCI) ausstellt. Alle Anmeldungen, Verlängerungen, Übertragungen nach Passneuausstellung und sogar Verzichtserklärungen müssen künftig elektronisch eingereicht werden, wodurch der Versand per Kurier und die persönliche Abgabe von Kopien bei indischen Vertretungen entfallen.
Dieser digitale Wandel ist mehr als nur eine kosmetische Änderung. Eine zentrale, Echtzeit-Datenbank ermöglicht es den Einwanderungsbehörden, den e-OCI-Status sofort an Flughäfen und Seehäfen zu überprüfen. Das Bureau of Immigration hat bestätigt, dass e-OCI künftig auch an automatisierten Fast-Track-Schaltern akzeptiert wird, die noch in diesem Jahr in Delhi und Bengaluru eingeführt werden. Die Bearbeitungszeiten für unkomplizierte Anträge sollen von sechs bis acht Wochen auf etwa 15 Arbeitstage sinken – eine willkommene Erleichterung für globale Mobilitätsteams, die oft enge Einsatzpläne koordinieren müssen.
Eine wichtige Neuerung ist die „Ein-Passport-Regel“ für Kinder. In Regel 3 wurde klargestellt, dass Minderjährige mit indischem Pass keinen weiteren Pass eines anderen Landes besitzen dürfen. Familien, die aus praktischen Gründen – etwa bei im Ausland geborenen Kindern von Geschäftsleuten – einen ausländischen Pass beantragt haben, müssen sich nun entscheiden: Entweder den indischen Pass behalten oder bis zum 18. Lebensjahr warten, um OCI zu beantragen. Personalverantwortliche, die langfristige Einsätze planen, sollten dies frühzeitig berücksichtigen, da Minderjährige mit Doppelpass sonst als nicht berechtigt gelten oder ihr OCI verlieren könnten.
Die neuen Regeln stärken zudem die Befugnisse der Behörden, OCI elektronisch zu widerrufen. Nach der überarbeiteten Regel 35 kann ein e-OCI als annulliert gelten, auch wenn die physische Karte nicht zurückgegeben wird – eine bisherige Lücke, die es einigen Überziehern erlaubte, ihren Status nachzuweisen. Ein neuer digitaler Einspruchsprozess leitet Beschwerden an einen Vorgesetzten der ursprünglichen Entscheidungsinstanz weiter, was schnellere Entscheidungen verspricht, aber von den Betroffenen und ihren Beratern eine sorgfältige Dokumentation verlangt.
Für multinationale Arbeitgeber hat das sofortige Auswirkungen: Checklisten, Mitarbeiterhandbücher und Vorlagen für Umzugsdienstleister müssen aktualisiert werden, um e-OCI-Nummern, biometrische Einwilligungen und die Ein-Passport-Regel zu berücksichtigen. Unternehmen, die diesen Sommer Gruppenentsendungen planen, sollten frühzeitig Informationsveranstaltungen für Mitarbeiter organisieren, um unangenehme Überraschungen am Gate zu vermeiden und sicherzustellen, dass minderjährige Angehörige nur das Reisedokument mitführen, das zur Einwanderungsstrategie der Familie passt.
Dieser digitale Wandel ist mehr als nur eine kosmetische Änderung. Eine zentrale, Echtzeit-Datenbank ermöglicht es den Einwanderungsbehörden, den e-OCI-Status sofort an Flughäfen und Seehäfen zu überprüfen. Das Bureau of Immigration hat bestätigt, dass e-OCI künftig auch an automatisierten Fast-Track-Schaltern akzeptiert wird, die noch in diesem Jahr in Delhi und Bengaluru eingeführt werden. Die Bearbeitungszeiten für unkomplizierte Anträge sollen von sechs bis acht Wochen auf etwa 15 Arbeitstage sinken – eine willkommene Erleichterung für globale Mobilitätsteams, die oft enge Einsatzpläne koordinieren müssen.
Eine wichtige Neuerung ist die „Ein-Passport-Regel“ für Kinder. In Regel 3 wurde klargestellt, dass Minderjährige mit indischem Pass keinen weiteren Pass eines anderen Landes besitzen dürfen. Familien, die aus praktischen Gründen – etwa bei im Ausland geborenen Kindern von Geschäftsleuten – einen ausländischen Pass beantragt haben, müssen sich nun entscheiden: Entweder den indischen Pass behalten oder bis zum 18. Lebensjahr warten, um OCI zu beantragen. Personalverantwortliche, die langfristige Einsätze planen, sollten dies frühzeitig berücksichtigen, da Minderjährige mit Doppelpass sonst als nicht berechtigt gelten oder ihr OCI verlieren könnten.
Die neuen Regeln stärken zudem die Befugnisse der Behörden, OCI elektronisch zu widerrufen. Nach der überarbeiteten Regel 35 kann ein e-OCI als annulliert gelten, auch wenn die physische Karte nicht zurückgegeben wird – eine bisherige Lücke, die es einigen Überziehern erlaubte, ihren Status nachzuweisen. Ein neuer digitaler Einspruchsprozess leitet Beschwerden an einen Vorgesetzten der ursprünglichen Entscheidungsinstanz weiter, was schnellere Entscheidungen verspricht, aber von den Betroffenen und ihren Beratern eine sorgfältige Dokumentation verlangt.
Für multinationale Arbeitgeber hat das sofortige Auswirkungen: Checklisten, Mitarbeiterhandbücher und Vorlagen für Umzugsdienstleister müssen aktualisiert werden, um e-OCI-Nummern, biometrische Einwilligungen und die Ein-Passport-Regel zu berücksichtigen. Unternehmen, die diesen Sommer Gruppenentsendungen planen, sollten frühzeitig Informationsveranstaltungen für Mitarbeiter organisieren, um unangenehme Überraschungen am Gate zu vermeiden und sicherzustellen, dass minderjährige Angehörige nur das Reisedokument mitführen, das zur Einwanderungsstrategie der Familie passt.
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