
Einwanderungsanwälte warnen EU-Bürger im Vereinigten Königreich, ihre digitalen Statusdaten stets aktuell zu halten, nachdem das Innenministerium bestätigt hat, dass es beginnen wird, den Pre-Settled Status von Personen zu entziehen, die offenbar gegen Aufenthaltsregeln verstoßen haben. In einem Blogbeitrag vom 5. Mai 2026 analysierten JMW Solicitors neue Richtlinien vom 9. April, die einen zweistufigen, datenbasierten Prozess beschreiben: Die Aufzeichnungen von HMRC und dem Department for Work & Pensions werden geprüft, um festzustellen, ob ein Antragsteller in 30 der letzten 60 Monate gearbeitet oder Leistungen bezogen hat; wird dieser Test nicht bestanden, folgt eine Überprüfung der Reisedaten, um die Zeit außerhalb des Vereinigten Königreichs zu messen. Wer die automatisierten Prüfungen besteht, wird nahtlos auf den vollen Settled Status hochgestuft und erhält damit einen dauerhaften Aufenthaltsstatus, ohne einen Antrag stellen zu müssen. Statusinhaber, die beide Tests nicht bestehen, erhalten eine „Minded-to-Curtail“-Mitteilung und haben 28 Tage Zeit, Nachweise vorzulegen – andernfalls riskieren sie den Verlust ihres Rechts, in Großbritannien zu leben und zu arbeiten. Das Innenministerium wird Fälle mit den längsten Abwesenheiten prioritär behandeln. Für Arbeitgeber bedeutet dies eine wesentliche Änderung: Digitale Right-to-Work-Prüfungen könnten plötzlich zeigen, dass der Status eines langjährigen EU-Mitarbeiters ungültig ist. Personalabteilungen sollten daher proaktive Auffrischungsprüfungen einplanen und Mitarbeiter dazu anhalten, ihre Statusnachweise vor Auslandsaufenthalten herunterzuladen. Universitäten und multinationale Personalabteilungen müssen zudem ihre Mobilitätspolitik anpassen und Mitarbeiter darauf hinweisen, dass längere Entsendungen in der EU den UK-Status gefährden können, selbst wenn weiterhin Steuern im Ausland gezahlt werden. Dieser Schritt spiegelt einen breiteren politischen Wandel wider, weg von automatischer Daueraufenthaltsgenehmigung hin zu einem auf Leistung basierenden Aufenthaltsrecht. Einwanderungsministerin Sarah Jones betonte, dass automatische Umwandlungen „Beiträge belohnen“ und gleichzeitig sicherstellen sollen, dass Personen, die das Vereinigte Königreich faktisch verlassen haben, keinen Hintertürzugang zum Arbeitsmarkt behalten. Berater warnen Arbeitgeber, die auf intra-europäische Talente angewiesen sind, in den kommenden Wochen mit einem Anstieg von „Status-Check-Panik“-Anfragen zu rechnen.
Quelle: JMW Solicitors
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