
Ein Brussels Airlines Airbus A320neo mit 176 Passagieren auf dem Weg nach Budapest wurde am Nachmittag des 18. Mai 2026 kurz nach dem Start vom Flughafen Brüssel von einem Blitz getroffen. Die Crew gab daraufhin ein PAN-PAN-Signal ab und kehrte vorsorglich nach Zaventem zurück. Es gab keine Verletzten, und das Flugzeug mit der Registrierung OO-SBB landete sicher aus eigener Kraft. Obwohl moderne Flugzeuge so konstruiert sind, dass Blitze durch den Rumpf geleitet werden, führten Ingenieure sofort eine visuelle und zerstörungsfreie Inspektion durch. Die Maschine wurde innerhalb weniger Stunden wieder für den Dienst freigegeben. Die Umleitung führte jedoch zu einer Verspätung von 2,5 Stunden für die betroffenen Passagiere, die schließlich mit einem Ersatzflugzeug nach Budapest weiterreisten. Brussels Airlines organisierte Anschlussflüge kostenlos um, dennoch starteten mehrere Abendflüge 20 bis 30 Minuten verspätet, da Bodenpersonal Stellplätze und Crews neu koordinieren musste. Der Vorfall verdeutlicht die operative Anfälligkeit, die durch die jüngsten streikbedingten Ausfälle bereits offengelegt wurde: Ein einzelnes unvorhergesehenes Ereignis kann zu Kettenreaktionen führen, wenn Pufferzeiten knapp sind. Reiseleiter mit engen Terminkalendern in Mitteleuropa sollten Gewittervorhersagen genau beobachten und in der Frühjahrssturm-Saison frühere Flüge in Betracht ziehen. Als bewährte Praxis wird Arbeitgebern empfohlen, die Reiserouten ihrer Mitarbeiter in unternehmensinternen Tracking-Systemen zu registrieren, um bei Umleitungen schnell den Aufenthaltsstatus überprüfen zu können.
Quelle: The Brussels Times