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Brasilien unterstützt die „Bogotá-Erklärung“ für faire Arbeitsmobilität in ganz Lateinamerika

Mai 23, 2026
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Brasilien unterstützt die „Bogotá-Erklärung“ für faire Arbeitsmobilität in ganz Lateinamerika
Am 22. Mai in Bogotá sprach Brasiliens Arbeits- und Beschäftigungsminister Luiz Marinho gemeinsam mit Vertretern aus 22 lateinamerikanischen und karibischen Staaten und verabschiedete die Bogotá-Erklärung – eine neue Roadmap für geordnete und rechtsbasierte Arbeitsmigration in der Region. Der Text, der am Ende der zweitägigen Regionalen Konferenz zur Arbeitsmigration unterzeichnet wurde, verpflichtet die Unterzeichner, die beruflichen Qualifikationen von Migranten anzuerkennen, Informationskanäle zu Stellenangeboten und Kompetenzen zu öffnen sowie einen regionalen Fonds zur Finanzierung von Pilotprojekten zu schaffen, die menschenwürdige Arbeitsplätze für mobile Arbeitskräfte generieren.

Marinho betonte in der Plenarsitzung, dass Migrationspolitik „nicht auf Grenzkontrollen reduziert werden darf“ und fest in Arbeitsrechten verankert sein muss. Er erinnerte die Delegierten daran, dass die brasilianische Verfassung bereits umfassenden Beschäftigungsschutz für Migranten unabhängig vom Status gewährt, und forderte die Nachbarländer auf, sich diesem Prinzip anzunähern. Brasilien werde technische Unterstützung für Länder anbieten, die seine digitale Arbeitserlaubnis-Plattform Migrante Web sowie das Arbeitsinspektionsmodell zur Bekämpfung von Zwangsarbeit übernehmen möchten.

Brasilien unterstützt die „Bogotá-Erklärung“ für faire Arbeitsmobilität in ganz Lateinamerika


Für Arbeitgeber in Südamerika ist die Erklärung von Bedeutung, da sie einen ersten Schritt zur gegenseitigen Anerkennung beruflicher Qualifikationen verspricht – was die Mobilisierung von Personal zwischen Märkten wie Brasilien, Kolumbien und Peru erheblich beschleunigen könnte. Personalabteilungen sollten zudem den Plan beachten, bis 2027 eine regionale Datenbank mit Kompetenzen in strategischen Sektoren (IT, erneuerbare Energien, Gesundheit und Logistik) aufzubauen; der Datenaustausch könnte die Rekrutierung erleichtern, bringt aber auch neue Meldepflichten für multinationale Unternehmen mit sich.

Als nächster Schritt steht im September ein Expertentreffen in Brasília an, bei dem die Arbeitsministerien gemeinsame Indikatoren zu Arbeitsbedingungen von Migranten erarbeiten werden. Brasilianische Unternehmen mit Auslandsgeschäften – ebenso wie ausländische Firmen, die Personal nach Brasilien entsenden – sollten den Prozess über Branchenverbände verfolgen, da die Indikatoren voraussichtlich künftige Compliance-Prüfungen und Einwanderungsanträge beeinflussen werden.

Letztlich signalisiert die Bogotá-Erklärung Brasílias Absicht, in der Mobilitätssteuerung in Lateinamerika eine Führungsrolle zu übernehmen und sich damit in die breitere Strategie der Lula-Regierung einreiht, regionale Kooperationsmechanismen wiederaufzubauen, die im vergangenen Jahrzehnt abgebaut wurden. Unternehmen, die auf grenzüberschreitende Talentflüsse angewiesen sind, müssen in den kommenden Jahren mit mehr – nicht weniger – regionalen Regelungen rechnen und ihre Mobilitätspolitik entsprechend anpassen.
Quelle: Ministério do Trabalho e Emprego (Brazil)

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