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Canberra warnt: Kürzung der Zuwanderung verschärft Wohnungsnot statt sie zu lösen

Juni 15, 2026
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Canberra warnt: Kürzung der Zuwanderung verschärft Wohnungsnot statt sie zu lösen
Mit dem Thema Wohnraummangel in Australien, das wieder fest auf der politischen Agenda steht, warnte Einwanderungsminister Tony Burke in einem Fernsehauftritt am Sonntag davor, dass tiefgreifende, umfassende Kürzungen der Migration die Wohnsituation „verschlimmern und nicht verbessern“ würden. Im Gespräch mit Sky News vor der offiziellen Aktualisierung der Netto-Auslandswanderung (NOM) an diesem Donnerstag bestätigte Burke, dass die Regierung die NOM bereits um 45 Prozent auf geschätzte 306.000 für 2024-25 gesenkt hat und bis 2028 eine Zielmarke von 225.000 pro Jahr anstrebt. Oppositionsführer Angus Taylor schlägt vor, die jährliche Obergrenze für Daueraufenthaltsvisa direkt an die Anzahl der gebauten Wohnungen zu koppeln, während One Nation die Aufnahme auf 130.000 reduzieren will. Burke entgegnete, dass Bauunternehmen, regionale Krankenhäuser und Agrar-Exporteure „absolut auf Einwanderung“ für Fachkräfte angewiesen sind und drastische Kürzungen Baustellen stilllegen sowie medizinische Dienste unterbesetzen würden, was die Wohnraumknappheit letztlich noch verschärfe. Für Teams im Bereich globale Mobilität und Talentakquise signalisiert die Debatte, dass Australiens Einwanderungspolitik bis zur nächsten Wahlperiode weiterhin im Fluss bleiben wird. Während die Regierung die Gesamtzahlen reduziert, überarbeitet sie gleichzeitig die Zusammensetzung der Zuwanderung – mit einem Fokus auf den Übergang von temporären zu dauerhaften Visa, der Einführung des neuen dreistufigen „Skills in Demand“-Visums und der beschleunigten Förderung regionaler Gesundheits- und Bauberufe. Arbeitgeber mit genehmigten, aber noch nicht genutzten Nominierungen sollten sich beeilen, bevor die Quoten weiter verschärft werden. Immobilienökonomen weisen darauf hin, dass Migranten historisch gesehen 30–40 Prozent der Nachfrage nach neuen Wohnungen in Sydney und Melbourne ausmachen, gleichzeitig aber auch 10 Prozent der Arbeitskräfte im Wohnungsbau stellen. „Der Branche im Namen der Mietfreigabe Zimmerleute und Klempner zu entziehen, ist kontraproduktiv“, so Louis Christopher, Direktor von SQM Research. Manager für Unternehmensmobilität sollten sich daher auf weiterhin an Gehälter gekoppelte Zulassungskriterien und höhere Englisch-Sprachanforderungen einstellen, statt auf pauschale Obergrenzen. Praktischer Tipp: Wer ab dem 1. Juli Transfers nach Australien organisiert, sollte mehr Zeit für Gesundheitschecks und polizeiliche Führungszeugnisse einplanen – das Innenministerium priorisiert bereits Anträge für höher bezahlte Stellen, während die Bearbeitungszeiten für niedrigere Einkommensgruppen auf 12–16 Wochen angestiegen sind.
Quelle: SBS News

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