
Gerade als die Sommersaison beginnt, haben die Gewerkschaften der Bodenabfertigungsmitarbeiter an den Flughäfen Paris-Charles-de-Gaulle (CDG), Orly (ORY) und Beauvais (BVA) einen 24-stündigen Streik für Donnerstag, den 18. Juni, angekündigt. Die Aktion – am 16. Juni bestätigt und somit innerhalb des EU-48-Stunden-Mindestwarnzeitraums – richtet sich gegen geringe Lohnsteigerungen und Personalmangel, die laut Gewerkschaften seit dem Reiseaufschwung nach der Pandemie zugenommen haben. Aéroports de Paris (ADP) warnte die Fluggesellschaften vor „Kapazitätsreduzierungen von bis zu 20 %“ bei Check-in, Gepäckverladung und Sonderassistenzdiensten. Die Airlines müssen ihre überarbeiteten Flugpläne bis 16:00 Uhr am 17. Juni einreichen, danach wird die französische Luftfahrtbehörde (DGAC) verpflichtende Slot-Streichungen vornehmen. Langstreckenanbieter mit flexiblen Crew-Rotationen – darunter Air France-KLM, Delta und Emirates – werden voraussichtlich Langstreckenflüge priorisieren, während Kurzstreckenverbindungen am stärksten betroffen sein dürften. Geschäftsreisende sollten mit längeren Sicherheitskontrollen, möglichen kurzfristigen Gate-Änderungen und knappen Mindestumsteigezeiten (MCT) im Terminal 2E am CDG rechnen. Reisende mit durchgehenden Tickets über Paris werden automatisch umgebucht, bei getrennten Tickets ist dies nicht garantiert. Arbeitgeber werden geraten, Reise-Risiko-Protokolle zu aktivieren, die mobile Roaming-Funktion für SMS-Umbuchungsbenachrichtigungen sicherzustellen und das Personal an die EU-261 Entschädigungsrechte bei Stornierungen innerhalb von 14 Tagen vor Abflug zu erinnern. Der Streik am 18. Juni erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Flughafenstreiks in ganz Europa. Analysten warnen, dass der angespannte französische Arbeitsmarkt und die hohe Inflation zu weiteren Streiks bis in den Juli hinein führen könnten, sofern ADP und Dienstleister keine Lohnvereinbarung erzielen. Geschäftsreisende sollten erwägen, wichtige Reisen auf andere europäische Drehkreuze wie Amsterdam oder Zürich zu verteilen, bis sich die Arbeitsbeziehungen beruhigen. Die Airlines haben zugesagt, Live-Dashboard zur Störungsübersicht zu veröffentlichen und Umbuchungsgebühren für Flüge mit Paris-Berührung am 18. Juni zu erlassen. Bahn-Alternativen über das SNCF-TGV-Air-Programm (CDG-Lyon/Brüssel) sind weiterhin buchbar, doch der Brand am Mittwoch in Marseille zeigt die Grenzen des Modalwechsels, wenn mehrere Verkehrsnetze gleichzeitig belastet sind.
Quelle: Majorca Daily Bulletin
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