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Bern plant Veröffentlichung des Hauptberichts des Freizügigkeitsobservatoriums am 25. Juni

Juni 19, 2026
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Bern plant Veröffentlichung des Hauptberichts des Freizügigkeitsobservatoriums am 25. Juni
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hat am 18. Juni eine Medieneinladung herausgegeben, in der angekündigt wird, dass der 22. jährliche Beobachtungsbericht zur Personenfreizügigkeit zwischen der Schweiz und der Europäischen Union am 25. Juni an einer Pressekonferenz im Bundeshaus vorgestellt wird. Die unter Embargo stehende Studie liefert die Datenbasis, die Arbeitgeber, Gewerkschaften und Gesetzgeber nutzen, um Arbeitsmarktquoten, Lohnschutzmaßnahmen und Mobilitätsregelungen für über zwei Millionen EU/EFTA-Bürger, die in der Schweiz arbeiten, zu steuern. SECO-Direktorin Helene Budliger Artieda wird die Ergebnisse gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft und Arbeit präsentieren.

Laut Hintergrundinformationen analysiert die Ausgabe 2026 die Lohnangleichung in grenznahen Hotspots wie Basel und dem Tessin, Remote-Arbeitsmuster bei entsandten Arbeitnehmern sowie die fiskalischen Auswirkungen von EU-Bürgern auf die kantonalen Sozialversicherungsbudgets. Neu ist in diesem Jahr ein Kapitel über digitalisierte Bearbeitungszeiten von Arbeitserlaubnissen nach Einführung des SEM-ePermit-Portals.

Bern plant Veröffentlichung des Hauptberichts des Freizügigkeitsobservatoriums am 25. Juni


Warum ist das für Mobility Manager in Unternehmen relevant? Die Daten des Beobachtungsberichts sind Grundlage für die sogenannte „Schutzklausel“ – ein Mechanismus, der dem Bundesrat erlaubt, bei Überschreitung vereinbarter Einwanderungsschwellen vorübergehend Quoten wieder einzuführen. Obwohl die Klausel 2025 nicht aktiviert wurde, erwarten Experten nach der Ablehnung der Volksinitiative für eine generelle Bevölkerungsobergrenze am 14. Juni eine intensive Debatte. Ein Anstieg der Nettozuwanderung könnte 2027 strengere Einstellungsbedingungen für EU-Bürger nach sich ziehen. Unternehmen mit großen Talentpools aus der EU sollten daher bereit sein, ihre Kostenprognosen für Entsendungen und Sozialversicherungsbudgets anzupassen, sobald die Zahlen vorliegen.

Das SECO wird zudem interaktive kantonale Dashboards veröffentlichen, die HR-Teams ermöglichen, Gehaltsspannen mit den jeweiligen Lokalisierungsrichtlinien zu vergleichen. Journalisten müssen sich bis zum 23. Juni anmelden, um an der Pressekonferenz teilzunehmen oder Embargokopien des 140-seitigen Berichts zu erhalten. Die Einladung betont das Engagement der Schweiz für eine evidenzbasierte Migrationspolitik, gerade in einer Zeit, in der mehrere EU-Staaten die Freizügigkeitsrechte zurückfahren. Durch die Veröffentlichung detaillierter Arbeitsmarktdaten will Bern politische Spannungen entschärfen und Unternehmen die nötige Planungssicherheit bieten.
Quelle: Commission fédérale des migrations / SECO media invitation

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