
Zehn Jahre nach dem Referendum von 2016 zeigt eine neue Umfrage des European Council on Foreign Relations (ECFR), dass die britische Mehrheitsmeinung deutlich in Richtung einer Wiederherstellung der Mobilitätsverbindungen zum Kontinent tendiert. Laut der am 22. Juni von Le Monde veröffentlichten Umfrage würden inzwischen zwei Drittel der Befragten die Rückkehr zur Freizügigkeit für Arbeitnehmer, Touristen und Studierende zwischen Großbritannien und der EU akzeptieren. Brexit-Müdigkeit, anhaltender Arbeitskräftemangel und die administrativen Kosten des post-Brexit-Visa-Systems scheinen diesen Wandel voranzutreiben.
Die Umfrage zeigt, dass 66 % der Wähler Brexit für die gestiegenen Lebenshaltungskosten verantwortlich machen, während 56 % der Meinung sind, dass strengere Grenzkontrollen die irreguläre Migration nicht eingedämmt haben. Auch Wirtschaftsverbände teilen diese Einschätzung: In der Gastronomie und der saisonalen Landwirtschaft liegen die Vakanzquoten über 15 %, was Arbeitgeber dazu zwingt, hohe Sponsoring-Gebühren für Skilled Worker-Visa zu zahlen oder Expansionspläne aufzugeben.
Eine Wiederherstellung der Mobilität würde eine Neuverhandlung des Handels- und Kooperationsabkommens sowie vor allem die Vereinbarung gegenseitiger Rechte mit allen 27 EU-Mitgliedstaaten erfordern. Zwar schlägt keine britische Partei derzeit eine vollständige EU-Mitgliedschaft vor, doch Analysten sehen in einem maßgeschneiderten Jugendmobilitätsprogramm, der gegenseitigen Anerkennung beruflicher Qualifikationen und erweiterten Kurzzeit-Business-Visa mögliche Zwischenschritte.
Europäische Führungskräfte signalisieren ihrerseits Offenheit: Das Europäische Parlament unterstützte im vergangenen Monat eine Resolution, die „pragmatische Visaerleichterungen mit dem Vereinigten Königreich in Bereichen von gemeinsamem Interesse“ fordert. Für multinationale Arbeitgeber ist die Umfrage ein frühes Signal, dass die nächste Regierung in Westminster (siehe Artikel 2) unter wachsendem Druck stehen wird, das derzeitige punktebasierte Einwanderungssystem Großbritanniens zu lockern. Unternehmen sollten daher die für den Herbst geplanten Konsultationen des Innenministeriums genau verfolgen und ihre Budgets für globale Mobilität überprüfen: Sponsoring-Kosten, Beiträge zur Krankenversicherung für Einwanderer und Verfahren zur Arbeitsberechtigung könnten sich ändern, falls eine politische Entspannung in der Mobilität an Fahrt gewinnt.
Die Umfrage zeigt, dass 66 % der Wähler Brexit für die gestiegenen Lebenshaltungskosten verantwortlich machen, während 56 % der Meinung sind, dass strengere Grenzkontrollen die irreguläre Migration nicht eingedämmt haben. Auch Wirtschaftsverbände teilen diese Einschätzung: In der Gastronomie und der saisonalen Landwirtschaft liegen die Vakanzquoten über 15 %, was Arbeitgeber dazu zwingt, hohe Sponsoring-Gebühren für Skilled Worker-Visa zu zahlen oder Expansionspläne aufzugeben.
Eine Wiederherstellung der Mobilität würde eine Neuverhandlung des Handels- und Kooperationsabkommens sowie vor allem die Vereinbarung gegenseitiger Rechte mit allen 27 EU-Mitgliedstaaten erfordern. Zwar schlägt keine britische Partei derzeit eine vollständige EU-Mitgliedschaft vor, doch Analysten sehen in einem maßgeschneiderten Jugendmobilitätsprogramm, der gegenseitigen Anerkennung beruflicher Qualifikationen und erweiterten Kurzzeit-Business-Visa mögliche Zwischenschritte.
Europäische Führungskräfte signalisieren ihrerseits Offenheit: Das Europäische Parlament unterstützte im vergangenen Monat eine Resolution, die „pragmatische Visaerleichterungen mit dem Vereinigten Königreich in Bereichen von gemeinsamem Interesse“ fordert. Für multinationale Arbeitgeber ist die Umfrage ein frühes Signal, dass die nächste Regierung in Westminster (siehe Artikel 2) unter wachsendem Druck stehen wird, das derzeitige punktebasierte Einwanderungssystem Großbritanniens zu lockern. Unternehmen sollten daher die für den Herbst geplanten Konsultationen des Innenministeriums genau verfolgen und ihre Budgets für globale Mobilität überprüfen: Sponsoring-Kosten, Beiträge zur Krankenversicherung für Einwanderer und Verfahren zur Arbeitsberechtigung könnten sich ändern, falls eine politische Entspannung in der Mobilität an Fahrt gewinnt.
Quelle: Le Monde (English edition)
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