
In einer dramatischen Erklärung am Morgen des 22. Juni kündigte Premierminister Keir Starmer an, dass er zurücktreten wird, sobald die Labour-Partei einen neuen Vorsitzenden gewählt hat. Sein Rückzug nach nur zwei Jahren im Amt wirft die Zukunft der Migrations- und Mobilitätsreformen im Vereinigten Königreich in einer für Arbeitgeber entscheidenden Phase in Frage. Die Regierung Starmer hatte eine „Fähigkeiten-zuerst“-Neuausrichtung des punktebasierten Systems versprochen, einschließlich der vereinfachten Einführung von eVisa und einer erleichterten Sponsorenregelung für kleine und mittlere Unternehmen. Konsultationspapiere sollten im Juli veröffentlicht werden, doch Quellen aus dem öffentlichen Dienst berichten gegenüber AP, dass die Arbeit „bis auf weiteres ausgesetzt wurde, bis eine ministerielle Anweisung vorliegt“. Wirtschaftsverbände befürchten nun eine weitere politische Kehrtwende: Favorit Andy Burnham hat seine Unterstützung für regionale Gehaltsschwellen signalisiert, während Kandidaten aus dem linken Flügel der Labour-Partei strengere Obergrenzen für Arbeitsvisa und eine erweiterte Liste von Mangelberufen befürworten. Oppositionsparteien nutzten die Gelegenheit, um den Rücktritt im Zusammenhang mit Migration zu thematisieren. Nigel Farages Reform UK forderte sofort Neuwahlen, machte Starmer für „rekordhohe Nettozuwanderung“ verantwortlich und versprach eine australische Obergrenze. Die Märkte reagierten mit einem kurzen Einbruch bei Aktien von Fluggesellschaften und Personalvermittlern, was die Befürchtung widerspiegelt, dass Sponsoringgebühren und Bearbeitungszeiten wieder steigen könnten, falls sich die Gesetzgebungspläne verzögern. Manager im Bereich globale Mobilität sollten mit mindestens sechs Monaten Unsicherheit rechnen. Bereits gesicherte Sponsorship-Zertifikate bleiben gültig, doch geplante Anträge, die auf noch nicht veröffentlichten Gehaltsrichtlinien basieren, sollten schnellstmöglich nach den aktuellen Regeln eingereicht werden. Personalabteilungen wird zudem geraten, die Umwandlung von BRP in eVisa vor der Frist im Dezember abzuschließen, da die Kapazitäten des Innenministeriums während des Führungswechsels eingeschränkt sein könnten.
Quelle: Associated Press
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