
Mit der Eröffnung des Online-Portals für den diesjährigen Decreto Flussi Mitte Juli hat die spezialisierte Einwanderungsplattform ImmigraFacile am 25. Juni eine aktualisierte Checkliste veröffentlicht. Diese listet die 12 Pflichtdokumente auf, die Arbeitgeber für jeden nicht-EU-Arbeitnehmer hochladen müssen. Wichtige Neuerungen sind: die verpflichtende Nutzung der digitalen SPID-Identifikation für Arbeitgeber (statt bisher optionalem PEC-Login); bestätigte Einkommensgrenzen von 30.000 € für Unternehmen und 20.000–27.000 € für private Arbeitgeber; sowie die neue Vorgabe, dass professionelle „Asseverazioni“ – Bescheinigungen zur Vertragserfüllung – bereits vor dem Click-Day eingereicht werden müssen, nicht erst danach. Bewerber aus Bangladesch, Pakistan, Sri Lanka und Marokko unterliegen aufgrund eines Anstiegs gefälschter Verträge im Jahr 2025 zusätzlichen Echtheitsprüfungen. Der Leitfaden erklärt zudem die vier Status im ALI-Portal (DA VALIDARE, DA COMPLETARE, DA INVIARE, INVIATA) und erinnert daran, dass jeder Arbeitgeber maximal drei Anträge einreichen darf. Fehlende Dokumente führen zu automatischer Ablehnung, was Wochen Verzögerung bedeutet, da die Kontingente meist innerhalb von Minuten vergeben sind. Für Personalabteilungen in der saisonalen Gastronomie und Landwirtschaft ist die präzisierte Liste besonders wichtig: Das Versäumnis, das neue „idoneità alloggiativa“-Zertifikat oder die DURC-Konformitätsbescheinigung vorab hochzuladen, kann Anträge zum Scheitern bringen. Rechtsexperten raten, die Unterlagen sofort vorzubereiten und frühzeitig Wohnungsinspektionen bei den Gemeinden zu buchen, um lokale Rückstaus zu vermeiden. Obwohl ImmigraFacile eine private Plattform ist, orientieren sich ihre Leitfäden eng an den Rundschreiben des Innenministeriums und werden von italienischen Arbeitgebern breit genutzt. Eine offizielle FAQ des Ministeriums wird für nächste Woche erwartet, jedoch werden keine weiteren wesentlichen Änderungen prognostiziert.
Quelle: ImmigraFacile