
Die Warteschlangen-Überwachungsplattform QSensor meldete am Samstag, den 27. Juni, um 10:00 Uhr durchschnittliche Wartezeiten von 38 Minuten in der Einwanderungshalle des Flughafens Zürich – mehr als doppelt so lang wie im Jahr 2025 am gleichen Wochenende. Die in Echtzeit über Bluetooth-Tracking-Beacons erfassten Daten fallen mit dem ersten Ferientag in mehreren deutschen und Schweizer Kantonen sowie der laufenden biometrischen Registrierung im Rahmen des EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES) zusammen. Der Anstieg verdeutlicht die betrieblichen Herausforderungen, die das noch neue EES bei Spitzenzeiten mit sich bringt. Jeder Drittstaatsangehörige – definiert als Personen ohne Schweizer, EU- oder EFTA-Pass – muss bei der ersten Einreise Gesichtserkennungs- und Fingerabdruckdaten hinterlegen, ein Vorgang, der 40 bis 70 Sekunden pro Reisendem dauert. Bei den charterlastigen Ankunftswellen aus Großbritannien, der Türkei und dem Golf führen selbst kleine Verzögerungen zu langen Schlangen. Der Flughafenbetreiber Flughafen Zürich AG hat daher 60 zusätzliche Grenzmitarbeiter auf Zeitverträgen eingestellt und in der ehemaligen COVID-Testhalle einen temporären Registrierungsbereich eröffnet, um den Druck in der Haupthalle zu verringern. Mobilitätsmanager empfehlen dennoch, Flüge so zu buchen, dass sie vor 07:30 Uhr oder nach 20:00 Uhr landen, da die Bearbeitungszeiten dann unter 15 Minuten liegen. Mittelfristig plant Zürich, Vorregistrierungskioske an wichtigen britischen Abflughäfen zu testen und Warteschlangenzeit-APIs in Airline-Apps zu integrieren, um dynamische Gate-Schließzeiten zu ermöglichen. Bis dahin sollten Unternehmen großzügige Zeitpuffer für Transfers einplanen und, wenn möglich, virtuelle Meetings an Ankunftstagen bevorzugen.
Quelle: QSensor live dashboard
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