
Österreichs Grenzkontrollstellen und Flughäfen überschritten am 29. Juni 2026 still und heimlich eine historische Schwelle: Das EU-weite Ein- und Ausreisesystem (EES) wurde zum alleinigen rechtlichen Nachweis für Kurzaufenthalte von Drittstaatsangehörigen. Passstempel gehören der Vergangenheit an; Reisende, die in Wien, Salzburg oder Innsbruck ankommen, nutzen nun Selbstbedienungskioske, an denen der e-Pass gescannt, vier Fingerabdrücke sowie ein Live-Gesichtsbild erfasst werden, bevor ein Grenzbeamter den Einlass gewährt.
Dieser Wandel erfolgte nicht über Nacht. Nach dem Start am 12. Oktober 2025 verbrachten die Mitgliedstaaten – darunter auch Österreich – sechs Monate mit der Installation der Hardware, der Schulung der Beamten und dem Belastungstest der IT-Verbindungen zur zentralen EU-Datenbank in Straßburg. Das System wurde am 10. April 2026 vollständig in Betrieb genommen, doch der 29. Juni markierte den ersten Tag, an dem alle österreichischen Außengrenzen die Stempelgeräte abschalteten und ausschließlich auf digitale Aufzeichnungen setzten, berichtet das Branchenmagazin Travel & Tour World.
Für Geschäftsreisende hat das unmittelbare Folgen. Das EES summiert automatisch die Tage, die im Schengen-Raum verbracht werden, sodass unbeabsichtigte Überschreitungen der 90-Tage-in-180-Tage-Regel Bußgelder oder künftige Einreiseverbote nach sich ziehen können. Multinationale Arbeitgeber mit Servicetechnikern oder Vertriebsteams, die einfliegen, müssen die Reisen ihrer Mitarbeiter noch genauer überwachen, da „versteckte“ Aufenthalte in benachbarten Schengen-Staaten nun für jeden Beamten sichtbar sind. Wiener Migrationsanwälte berichten von einem Anstieg an Firmenanfragen zur Umwandlung von Vielreisenden in lokale Rot-Weiß-Rot-Karten oder EU-Blau-Karten, um wiederholte Kurzaufenthalte zu vermeiden.
Auch die Grenzabfertigung ändert sich. Der Flughafen Wien hat die Anzahl der e-Gates verdoppelt und Beamte von der Stempelvergabe zu Passagierbetreuung umgeschult. Fluggesellschaften empfehlen ihren Kunden, mindestens 45 Minuten früher anzureisen, bis sich die Warteschlangen beruhigen. Die österreichische Polizei meldet, dass die durchschnittliche Abfertigungszeit pro Drittstaatsangehörigem von 87 Sekunden im April auf 63 Sekunden in der vergangenen Woche gesunken ist, warnt jedoch vor gelegentlichen Verzögerungen bei Ausfällen der Fingerabdrucksensoren.
Das EES bildet die Grundlage für ETIAS, die ab Ende 2026 erwartete, sieben Euro teure Reisegenehmigung vor der Einreise. Sobald ETIAS in Kraft ist, drohen Fluggesellschaften Bußgelder, wenn sie Passagiere ohne gültigen Reisecode an Bord lassen. Experten raten Unternehmen, die Mitarbeiter zu Konferenzen oder Kurzprojekten nach Österreich entsenden, ihre Reisegenehmigungsverfahren jetzt zu aktualisieren, um hektische Last-Minute-Anträge in der Jahresendspitze zu vermeiden.
Dieser Wandel erfolgte nicht über Nacht. Nach dem Start am 12. Oktober 2025 verbrachten die Mitgliedstaaten – darunter auch Österreich – sechs Monate mit der Installation der Hardware, der Schulung der Beamten und dem Belastungstest der IT-Verbindungen zur zentralen EU-Datenbank in Straßburg. Das System wurde am 10. April 2026 vollständig in Betrieb genommen, doch der 29. Juni markierte den ersten Tag, an dem alle österreichischen Außengrenzen die Stempelgeräte abschalteten und ausschließlich auf digitale Aufzeichnungen setzten, berichtet das Branchenmagazin Travel & Tour World.
Für Geschäftsreisende hat das unmittelbare Folgen. Das EES summiert automatisch die Tage, die im Schengen-Raum verbracht werden, sodass unbeabsichtigte Überschreitungen der 90-Tage-in-180-Tage-Regel Bußgelder oder künftige Einreiseverbote nach sich ziehen können. Multinationale Arbeitgeber mit Servicetechnikern oder Vertriebsteams, die einfliegen, müssen die Reisen ihrer Mitarbeiter noch genauer überwachen, da „versteckte“ Aufenthalte in benachbarten Schengen-Staaten nun für jeden Beamten sichtbar sind. Wiener Migrationsanwälte berichten von einem Anstieg an Firmenanfragen zur Umwandlung von Vielreisenden in lokale Rot-Weiß-Rot-Karten oder EU-Blau-Karten, um wiederholte Kurzaufenthalte zu vermeiden.
Auch die Grenzabfertigung ändert sich. Der Flughafen Wien hat die Anzahl der e-Gates verdoppelt und Beamte von der Stempelvergabe zu Passagierbetreuung umgeschult. Fluggesellschaften empfehlen ihren Kunden, mindestens 45 Minuten früher anzureisen, bis sich die Warteschlangen beruhigen. Die österreichische Polizei meldet, dass die durchschnittliche Abfertigungszeit pro Drittstaatsangehörigem von 87 Sekunden im April auf 63 Sekunden in der vergangenen Woche gesunken ist, warnt jedoch vor gelegentlichen Verzögerungen bei Ausfällen der Fingerabdrucksensoren.
Das EES bildet die Grundlage für ETIAS, die ab Ende 2026 erwartete, sieben Euro teure Reisegenehmigung vor der Einreise. Sobald ETIAS in Kraft ist, drohen Fluggesellschaften Bußgelder, wenn sie Passagiere ohne gültigen Reisecode an Bord lassen. Experten raten Unternehmen, die Mitarbeiter zu Konferenzen oder Kurzprojekten nach Österreich entsenden, ihre Reisegenehmigungsverfahren jetzt zu aktualisieren, um hektische Last-Minute-Anträge in der Jahresendspitze zu vermeiden.
Quelle: Travel and Tour World