
Das Innenministerium hat die letzte Juniwoche mit einer harten Einwanderungspolitik eingeläutet: Die Kapazitäten in den Abschiebezentren Haslar und Campsfield sollen verdreifacht werden, was die nationale Haftkapazität um 40 % erhöht. Innenministerin Shabana Mahmood erklärte, dass die Erweiterung es dem Vereinigten Königreich ermöglichen wird, in den nächsten zehn Jahren mehr als 45.000 ausländische Straftäter und abgelehnte Asylbewerber abzuschieben. Die beiden Projekte sind Teil eines umfassenderen Durchsetzungsplans, der bereits zu einem Anstieg der Abschiebungen um 41 % im Vergleich zum vorherigen 21-Monats-Zeitraum geführt hat. Die Minister planen, das Budget für die Einwanderungskontrolle bis 2028/29 zu verdoppeln und die Mitarbeiterzahl im laufenden Parlament um 60 % zu erhöhen. Dieses Geld wird für mehr Betriebskontrollen, digitale Datenabgleiche und Charterflüge in prioritäre Rückkehrländer verwendet. Berater für Unternehmensimmigration weisen darauf hin, dass strengere Kontrollen zwangsläufig auch die alltäglichen Abläufe gesetzestreuer Arbeitgeber beeinflussen. Inhaber von Sponsor-Lizenzen müssen mit mehr unangekündigten Besuchen und Nachweisen rechnen, dass gesponserte Arbeitnehmer korrekt bezahlt und eingesetzt werden. Unternehmen, die auf Zeitarbeit angewiesen sind, sehen sich mit der Gefahr konfrontiert, dass Mitarbeiter während eines Einsatzes festgenommen werden, wenn die Arbeitsberechtigungskontrollen nicht lückenlos sind. Die Ankündigung deutet zudem auf ein Einwanderungs- und Asylgesetz hin, das in der nächsten Königsrede vorgestellt werden soll. Durchgesickerte Entwürfe legen nahe, dass das Gesetz den Schutz vor moderner Sklaverei einschränken und es Migranten erschweren wird, sich auf Artikel 8 (Familienleben) zu berufen, um Abschiebungen zu verhindern. Unternehmen, die Mitarbeiter ins Vereinigte Königreich entsenden, müssen daher das Risiko von Rechtsstreitigkeiten genau beobachten, insbesondere wenn sie Angehörige oder schutzbedürftige Beschäftigte unterstützen. Praktisch sollten Mobility-Manager ihre Krisenmanagement-Protokolle überprüfen, sicherstellen, dass gesponserte Arbeitnehmer die Haftungsrisiken bei innerbritischen Reisen verstehen, und ihre Dokumentationsrichtlinien vor dem verschärften Kontrollregime aktualisieren.
Quelle: Home Office (GOV.UK)
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