
Die in Limassol ansässige Kanzlei A. Danos & Associates hat am 1. Juli 2026 eine umfassende „FAQ zur Staatsbürgerschaft durch Abstammung“ veröffentlicht, die über 40 praktische Fragen beantwortet, die bei Passanträgen von im Ausland geborenen Zyprern häufig zu Verzögerungen führen. Der Zeitpunkt fällt mit einem starken Interesse von Zyprern der zweiten und dritten Generation zusammen, die einen EU-Pass anstreben, um ihre Mobilitätsrechte nach dem Brexit zu sichern und den Zugang zu Schengen-Staaten zu erleichtern, sobald Zypern dem Schengen-Raum beitritt. Der Leitfaden erklärt, welches Antragsformular – M121, M123, M124 oder M126 – für welche Familiensituation gilt, und warnt davor, dass unterschiedliche Schreibweisen von Namen in griechischen, englischen und türkischen Dokumenten nach wie vor die Hauptursache für Verzögerungen sind. Zudem wird klargestellt, dass Enkelkinder oft nachweisen müssen, dass der dazwischenliegende Elternteil registrierungsberechtigt war, und damit einem weit verbreiteten Irrtum widersprochen wird, wonach ein zyprischer Großelternteil automatisch die Berechtigung verleiht. Für multinationale Arbeitgeber enthält die Veröffentlichung eine übersichtliche Checkliste mit Originaldokumenten, Apostillen und beglaubigten Übersetzungen, die Personalabteilungen vor der Unterstützung von Umzugspaketen, die von der zyprischen Staatsbürgerschaft abhängen, sammeln sollten. Die FAQ weist darauf hin, dass ordnungsgemäß beglaubigte Unterlagen nun per Kurier eingereicht werden können, wodurch teure „Visa-Runs“ nach Nikosia entfallen, und dass biometrische Daten für Pässe und Personalausweise weltweit bei zyprischen Konsulaten erfasst werden können. Die Bearbeitungszeiten liegen weiterhin bei etwa 12 Monaten, doch die Autoren prognostizieren eine schnellere Bearbeitung, sobald das stellvertretende Ministerium für Migration und internationalen Schutz noch in diesem Jahr sein geplantes Online-Portal einführt. Bis dahin wird Unternehmen empfohlen, in ihren Projektplänen einen Puffer von 15 Monaten einzuplanen, wenn die Arbeitsberechtigung eines Mitarbeiters von der Anerkennung der zyprischen Staatsbürgerschaft abhängt. Die 25-seitige FAQ, die kostenlos über die Plattform Mondaq heruntergeladen werden kann, wird bereits von zyprischen Wirtschaftsräten in London, Johannesburg und Melbourne – drei Städten mit großen zyprischen Diaspora-Gemeinschaften – verbreitet.
Quelle: Mondaq