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Frankreich verschärft Schengen-Visumsantragsregeln: Persönliches Erscheinen ab 15. Juli Pflicht

Juli 1, 2026
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Frankreich verschärft Schengen-Visumsantragsregeln: Persönliches Erscheinen ab 15. Juli Pflicht
Spät am 30. Juni berichtete die russische Staatszeitung Rossiyskaya Gazeta, dass Frankreich ab dem 15. Juli von den meisten Antragstellern in seinen Visazentren in Russland verlangt, persönlich bei der Einreichung von Schengen-Kurzaufenthaltsanträgen zu erscheinen. Reisebüros und Kurierdienste dürfen künftig keine Mehrfachanträge mit mehreren Pässen mehr einreichen, können jedoch weiterhin bei der Formularausfüllung und Terminbuchung unterstützen. Das französische Konsulat in Moskau hat noch keine englischsprachige Stellungnahme veröffentlicht, doch Reiseveranstalter bestätigen, dass sie dieselbe Anweisung über TLScontact erhalten haben. Nur Eltern, die für Minderjährige beantragen, sowie Inhaber diplomatischer oder dienstlicher Pässe behalten das Recht auf Drittantragstellung. Alle Antragsteller ab 12 Jahren müssen bei jeder Antragstellung Fingerabdrücke und ein Passfoto abgeben, sofern sie nicht in den letzten 59 Monaten biometrisch erfasst wurden.

Mit dieser Maßnahme will man Betrug eindämmen und den Druck auf das Visapersonal in der Hauptreisezeit verringern. Frankreich stellte 2025 insgesamt 156.500 Visa an russische Staatsbürger aus, bei einer Ablehnungsquote von nur 3,5 %, doch Berichte deuten auf einen Anstieg gefälschter Einladungsschreiben und missbräuchlich genutzter Genehmigungen hin. Durch die persönliche Antragstellung erwarten die Konsularbeamten, Unstimmigkeiten früher zu erkennen und sogenannte „Visa-Shopping“-Ringe abzuschrecken, die Termine zu überhöhten Preisen verkaufen.

Frankreich verschärft Schengen-Visumsantragsregeln: Persönliches Erscheinen ab 15. Juli Pflicht


Für globale Mobilitätsteams, die russische Mitarbeiter zu französischen Niederlassungen oder Projekten entsenden, hat die Änderung praktische Folgen. Die Betroffenen müssen oft weite Strecken zum nächstgelegenen Visazentrum zurücklegen, was zusätzliche Hotelübernachtungen und Tagegelder verursachen kann. Arbeitgeber sollten Starttermine großzügig planen: Die Bearbeitungszeiten liegen weiterhin bei bis zu 30 Tagen, und die Termine im Juli sind nahezu ausgebucht. Auch digitale Nomaden, die kurzfristig aus Frankreich remote arbeiten, müssen die strengeren biometrischen Vorgaben berücksichtigen.

Die neue Regelung könnte auf eine breitere Harmonisierung im Schengen-Raum hinweisen. Deutschland und Italien führten 2024 ähnliche „nur persönliche Antragstellung“-Regeln für bestimmte Nationalitäten ein, und EU-Beamte prüfen, ob diese Praxis nach vollständiger Integration von EES und ETIAS zum Standard werden soll. HR-Verantwortliche sollten daher ihre Checklisten für Mobilität von Russland nach Frankreich aktualisieren, zusätzliche Reisekosten zu Visazentren einplanen und die Entsandten darauf hinweisen, dass gefälschte oder manipulierte Unterlagen mehrjährige Sperren für den gesamten Schengen-Raum nach sich ziehen können.
Quelle: Rossiyskaya Gazeta

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