
Frankreichs wichtigste Drehkreuze – Paris-Charles-de-Gaulle, Orly und die schnell wachsenden Regionalflughäfen – bereiten sich auf ihre erste Hauptreisezeit unter dem neuen EU-Ein- und Ausreisesystem (EES) vor, der biometrischen Grenzdatenbank, die seit April 2026 voll einsatzfähig ist. In einem offenen Brief, der am 1. Juli von ACI Europe, Airlines for Europe (A4E) und IATA veröffentlicht wurde, warnt die Branche davor, dass die Wartezeiten für Inhaber von Nicht-EU-Pässen bereits fünf Stunden erreichen und einige Flüge halb leer starten müssen, weil Passagiere an der Grenzkontrolle festhängen. Die Verbände fordern die Europäische Kommission auf, den Mitgliedstaaten – allen voran Frankreich als wichtiges Schengen-Drehkreuz – zu erlauben, die biometrische Erfassung „vollständig auszusetzen, sobald das Passagieraufkommen die operative Kapazität im Juli und August übersteigt“. Sie argumentieren, dass der rechtliche Rahmen bereits begrenzte Flexibilität vorsieht, das derzeitige Verfahren zur Aktivierung dieser Flexibilität jedoch zu langsam ist, um auf kurzfristige Spitzen reagieren zu können.
Laut Eurocontrol-Daten, die im Brief zitiert werden, erwarten die französischen Flughäfen allein in diesem Sommer neun Millionen Passagiere mehr als im Vorjahr, was Polizei und automatisierte Kontrollterminals weit über ihre Kapazitätsgrenzen hinaus belastet. Die französische Grenzpolizei testete während des Maifeiertagswochenendes eine vorübergehende Aussetzung der EES-Kontrollen im Hafen von Dover; dieser Pilotversuch reduzierte die Wartezeiten um 40 %, eine Zahl, die die Branche nun als Beleg dafür anführt, dass selektive Aussetzungen funktionieren können. Airlines verweisen zudem auf die Drohung des Flughafens Rom-Fiumicino in der vergangenen Woche, das EES komplett abzuschaffen, falls nicht zusätzliches Personal eingesetzt werde – ein Hinweis darauf, dass das Problem europaweit besteht, aber den französischen Transitverkehr besonders stark trifft. Air France berichtet, dass verpasste Anschlussflüge durch das EES seit April „mehrere Millionen Euro“ gekostet haben.
Für Firmenmobilitätsteams lautet die kurzfristige Empfehlung daher: Nicht-EU-Geschäftsreisende sollten mindestens drei Stunden Pufferzeit bei Transitflügen über französische Flughäfen einplanen und gegebenenfalls EU-Drehkreuze mit mehr automatisierten Kontrolltoren für registrierte Vielflieger bevorzugen. Langfristig könnten multinationale Unternehmen ihre Entsandten für das französische „Parafe+“-Programm für vertrauenswürdige Reisende anmelden – die Regierung arbeitet an einer EES-kompatiblen biometrischen Vorregistrierung, die ab 2027 auch für Vielflieger aus Drittstaaten geöffnet werden könnte. Bis dahin sollten Personalabteilungen Grenzwartezeiten in die Kostenplanung für Kurzzeitentsendungen und Kundenbesuche einbeziehen.
Abschließend könnte der Lobbydruck der Branche Brüssel dazu bewegen, den EES-Einführungsplan zu überdenken. Eine Sommerpause könnte auch die Einführung der elektronischen Reisegenehmigung ETIAS verzögern, die derzeit für Ende 2026 geplant ist. Eine solche Verzögerung würde Frankreich mehr Zeit geben, die Kapazitäten der automatisierten Kontrollpunkte vor den Olympischen Spielen 2028 in Paris auszubauen, würde aber auch die derzeitige Phase regulatorischer Unsicherheit für Reiseverantwortliche verlängern.
Laut Eurocontrol-Daten, die im Brief zitiert werden, erwarten die französischen Flughäfen allein in diesem Sommer neun Millionen Passagiere mehr als im Vorjahr, was Polizei und automatisierte Kontrollterminals weit über ihre Kapazitätsgrenzen hinaus belastet. Die französische Grenzpolizei testete während des Maifeiertagswochenendes eine vorübergehende Aussetzung der EES-Kontrollen im Hafen von Dover; dieser Pilotversuch reduzierte die Wartezeiten um 40 %, eine Zahl, die die Branche nun als Beleg dafür anführt, dass selektive Aussetzungen funktionieren können. Airlines verweisen zudem auf die Drohung des Flughafens Rom-Fiumicino in der vergangenen Woche, das EES komplett abzuschaffen, falls nicht zusätzliches Personal eingesetzt werde – ein Hinweis darauf, dass das Problem europaweit besteht, aber den französischen Transitverkehr besonders stark trifft. Air France berichtet, dass verpasste Anschlussflüge durch das EES seit April „mehrere Millionen Euro“ gekostet haben.
Für Firmenmobilitätsteams lautet die kurzfristige Empfehlung daher: Nicht-EU-Geschäftsreisende sollten mindestens drei Stunden Pufferzeit bei Transitflügen über französische Flughäfen einplanen und gegebenenfalls EU-Drehkreuze mit mehr automatisierten Kontrolltoren für registrierte Vielflieger bevorzugen. Langfristig könnten multinationale Unternehmen ihre Entsandten für das französische „Parafe+“-Programm für vertrauenswürdige Reisende anmelden – die Regierung arbeitet an einer EES-kompatiblen biometrischen Vorregistrierung, die ab 2027 auch für Vielflieger aus Drittstaaten geöffnet werden könnte. Bis dahin sollten Personalabteilungen Grenzwartezeiten in die Kostenplanung für Kurzzeitentsendungen und Kundenbesuche einbeziehen.
Abschließend könnte der Lobbydruck der Branche Brüssel dazu bewegen, den EES-Einführungsplan zu überdenken. Eine Sommerpause könnte auch die Einführung der elektronischen Reisegenehmigung ETIAS verzögern, die derzeit für Ende 2026 geplant ist. Eine solche Verzögerung würde Frankreich mehr Zeit geben, die Kapazitäten der automatisierten Kontrollpunkte vor den Olympischen Spielen 2028 in Paris auszubauen, würde aber auch die derzeitige Phase regulatorischer Unsicherheit für Reiseverantwortliche verlängern.
Quelle: The Guardian
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