
Eine Analyse von CIC News vom 3. Juli zeigt, dass fehlende polizeiliche Führungszeugnisse weiterhin der Hauptgrund dafür sind, dass Express Entry-Bewerber ihre vollständigen Anträge auf Daueraufenthalt nicht innerhalb des vorgeschriebenen 60-Tage-Fensters nach Einladung einreichen. Obwohl die bundesstaatlichen Richtlinien die Kandidaten dazu auffordern, die Führungszeugnisse bereits beim Eintritt in den Pool zu beantragen, warten viele erst nach Erhalt der Einladung zur Antragstellung (ITA) – eine Entscheidung, die sich als fatal erweisen kann, wenn die Behörden in manchen Ländern Monate für die Ausstellung der Dokumente benötigen. Immigration, Refugees and Citizenship Canada verlangt ein polizeiliches Führungszeugnis für jedes Land, in dem der Bewerber seit dem 18. Lebensjahr mindestens sechs Monate gelebt hat, ausgenommen Kanada selbst. Kandidaten, die bis zum 60. Tag kein Führungszeugnis vorlegen können, müssen einen ausführlichen Erklärungsschreiben sowie Nachweise über den Versuch der Beschaffung hochladen; andernfalls gilt der Antrag als unvollständig und wird sofort abgelehnt. Der Artikel empfiehlt Bewerbern und den sie betreuenden Beratern, die polizeilichen Nachweise lange vor Erhalt der ITA zu sammeln, insbesondere für Länder wie China, Nigeria und Brasilien, wo die Bearbeitungszeiten mehr als 12 Wochen betragen können. Zudem wird die IRCC-Richtlinie erläutert, die für Länder gilt, die ein Führungszeugnis nur auf formelle Anforderung kanadischer Behörden ausstellen, und die das Einreichen eines „Anforderungsschreibens“ als Platzhalter erlaubt. Aus Sicht der Unternehmensmobilität führen ablaufende ITAs zu Verzögerungen beim Arbeitsbeginn, stören die Projektbesetzung und können Arbeitgeber zwingen, Arbeitsmarktprüfungen neu auszuschreiben oder qualifizierte Kandidaten an Länder mit schnelleren Verfahren zu verlieren. Unternehmen sollten daher ihre gesponserten Mitarbeiter über die Fristen zur Dokumentenbeschaffung informieren und, wenn möglich, die Kosten für mehrere polizeiliche Führungszeugnisse übernehmen. Angesichts der aktuellen Express Entry-Bearbeitungszeiten von sechs bis acht Wochen nach Einreichung eines vollständigen Antrags ist ein proaktives Dokumentenmanagement wohl die letzte große Variable, die Arbeitgeber kontrollieren können, um den Weg eines Kandidaten zum Daueraufenthalt zu beschleunigen – und damit langfristige Stabilität im Personalbestand zu sichern.
Quelle: CIC News
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