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Flandern erhebt ab 1. September 2026 eine regionale Bearbeitungsgebühr von 180 € für alle Anträge auf eine Einzelerlaubnis

Juli 7, 2026
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Flandern erhebt ab 1. September 2026 eine regionale Bearbeitungsgebühr von 180 € für alle Anträge auf eine Einzelerlaubnis
Die globale Einwanderungskanzlei Fragomen hat Arbeitgeber darauf hingewiesen, dass die flämische Region ab dem 1. September 2026 eine Verwaltungsgebühr von 180 € für jede neue oder erneuerte Single-Permit-Anmeldung einführen wird. Diese Gebühr, die über das Portal „Working in Belgium“ zu entrichten ist, kommt zusätzlich zur Bundesgebühr des Einwanderungsamts von 152 € hinzu, wodurch sich die Vorabkosten für die Beschäftigung eines Nicht-EU-Mitarbeiters in Belgien auf 332 € erhöhen – ohne Übersetzungs-, Kurier- oder Rechtskosten. Das am 6. Juli veröffentlichte Dekret ist Teil einer umfassenderen flämischen Initiative, die tatsächlichen Bearbeitungskosten zurückzugewinnen und Unternehmen zu ermutigen, nach Möglichkeit lokal zu rekrutieren. Genehmigungen für Brüssel und Wallonien bleiben vorerst unberührt, was interregionale Transfers für kostenbewusste Projekte attraktiver machen könnte. Für Mobility-Teams hat die Änderung unmittelbare Auswirkungen auf die Budgetplanung: Projekte, die Ende Sommer starten, deren Anträge aber erst nach dem 1. September eingereicht werden, unterliegen der höheren Gebühr. Arbeitgeber sollten zudem prüfen, ob ihre Relocation-Dienstleister die Zusatzgebühr in Pauschalpaketen bereits berücksichtigt haben. Politisch signalisiert dieser Schritt, dass die belgischen Regionen bereit sind, innerhalb des harmonisierten Single-Permit-Systems unterschiedliche Kostenstrukturen bei der Einwanderung zu etablieren. Unternehmen mit landesweiten Aktivitäten könnten daher mit einem uneinheitlichen Compliance-Umfeld konfrontiert werden, was eine sorgfältige interne Kommunikation erfordert, um Wahrnehmungen von Ungleichbehandlung unter den Mitarbeitergruppen zu vermeiden. Fragomen weist darauf hin, dass die Zahlungsfunktion Mitte August in das bestehende Online-Portal integriert wird; eine Nichtzahlung führt automatisch zur Aussetzung des Antrags, weshalb HR-Teams sicherstellen sollten, dass Kreditkarten oder Deposit-Konten rechtzeitig vor Ablauf der Frist bereitstehen.
Quelle: Fragomen

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