
Die Einwanderungsnachrichtenseite VisasUpdate hat einen Entwurf des „Decreto Flussi“ 2026-2028 erhalten, Italiens Quotenverordnung zur Regulierung der Einreise von Nicht-EU-Arbeitnehmern. Die Zahlen sind beispiellos: 500.000 Plätze über drei Jahre – etwa doppelt so viele wie im Zeitraum 2023-2025. Die Quoten verteilen sich nahezu gleichmäßig auf die drei Jahre (164.850 im Jahr 2026, 165.850 im Jahr 2027, 166.850 im Jahr 2028). Eine wesentliche strukturelle Änderung ist die Abschaffung des sogenannten „Click-Day“. Statt eines hektischen Wettlaufs nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ beim Öffnen des Portals, können Arbeitgeber ihre Anträge bereits mit Veröffentlichung des Dekrets vorab einreichen und von rollierenden Bewertungsfenstern profitieren. Das Innenministerium verspricht ein neues E-Tracking-Tool und zusätzliches Personal in 40 zentralen Einwanderungsstellen, um die Bearbeitungszeiten zu verkürzen, die 2024 im Durchschnitt 210 Tage betrugen. Das Dekret führt „bevorzugte Quoten“ für Staatsangehörige von Partnerländern ein, die gemeinsame Informationskampagnen gegen irreguläre Migration durchführen – eine politische Zugeständnis, das Personalabteilungen auch einen schnelleren Genehmigungsweg eröffnet, wenn sie in diesen Ländern rekrutieren. Weitere Änderungen umfassen mehrjährige Genehmigungen für zurückkehrende Saisonarbeiter sowie eine Erhöhung der Plätze für Pflegekräfte mit Wohnsitz, hochqualifizierte Techniker und Lkw-Fahrer – Branchen mit akutem Arbeitskräftemangel. Für multinationale Unternehmen ist die Botschaft klar: Italien öffnet die Türen für ausländische Talente weiter, doch Firmen sollten frühzeitig planen, ihre Rekrutierungsprozesse an den neuen Zeitplan anpassen und die Personalbeschaffung auf Partnerländer verlagern, um von den Prioritätsplätzen zu profitieren. Einwanderungsberater empfehlen zudem, die Kostenschätzungen für Entsendungen zu aktualisieren, da neue Anforderungen an digitale Signaturen und PEC (zertifizierte E-Mail) mehrere persönliche Schritte ersetzen.
Quelle: VisasUpdate
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