
Treffen in Asunción am 8. Juli: Die Staats- und Regierungschefs des Mercosur-Blocks – Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay – haben offiziell den Beginn der Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen Japan und Mercosur bestätigt. Die Entscheidung, berichtet von der Japan External Trade Organization (JETRO), eröffnet Brasília einen neuen Weg, die Handelsbeziehungen mit der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt zu vertiefen – nur wenige Wochen nachdem Brasilien die internen Verfahren zur Umsetzung des lang erwarteten EU-Mercosur-Abkommens abgeschlossen hat.
Obwohl die Handelsliberalisierung im Mittelpunkt steht, bestätigten die Verhandler, dass ein spezielles Kapitel zur vorübergehenden Einreise von Geschäftsleuten vorgesehen ist, das den Bestimmungen in Japans EPA-Abkommen mit Mexiko und Chile entspricht. Dies könnte mehrjährige, mehrfach einreisende Visa für innerbetriebliche Versetzungen, Investoren und Dienstleister bedeuten – eine deutliche Verbesserung gegenüber dem derzeit für die meisten brasilianischen Führungskräfte erforderlichen 90-Tage-Einreisevisum mit einmaliger Einreise für Japan. Aktuell gibt es zwischen Brasilien und Tokio weder ein bilaterales Visumfreistellungsabkommen noch ein Trusted-Traveller-Programm.
Brasilianische multinationale Unternehmen aus den Bereichen Agrarwirtschaft, Maschinenbau und IT-Dienstleistungen dürften als Erste profitieren. Apex-Brasil schätzt, dass die Vereinfachung von Arbeitserlaubnissen und die Anerkennung beruflicher Qualifikationen den Exporteuren jährlich bis zu 27 Millionen US-Dollar an Compliance-Kosten einsparen und die Projektlaufzeiten in Japan um 30 % verkürzen könnten. Die Aussicht auf erleichterte Mobilität passt zudem zum Plan des Bundesstaates São Paulo, japanische Halbleiterzulieferer für seinen neuen Technologiecluster in Campinas zu gewinnen.
Diplomatisch stärkt die Ankündigung Präsident Luiz Inácio Lula da Silva den Rücken, indem sie die Bedeutung des Mercosur unterstreicht – gerade angesichts der Kritik, dass einzelne Mitglieder, insbesondere Uruguay, einseitige Abkommen außerhalb des Blocks anstreben. Durch die gemeinsame Partnerschaft mit einem prominenten asiatischen Partner wollen die vier Kernmitglieder des Mercosur ihre Verhandlungsposition stärken und ein Flickwerk unterschiedlicher Mobilitätsregelungen vermeiden, das die Personalplanung für regionale Hauptsitze in São Paulo erschwert.
Die erste Verhandlungsrunde ist für September in Brasília geplant, parallel dazu sollen Untergruppen zu Marktzugang, Gesundheitsstandards und Mobilität arbeiten. Unternehmen mit bevorstehenden Einsätzen in Japan sollten auf Zwischenregelungen achten: Brasilianische Behörden deuteten an, dass ein elektronisches Vorabgenehmigungssystem für Kurzzeitgeschäftsvisa noch vor der Ratifizierung des vollständigen Abkommens pilotiert werden könnte – möglicherweise bereits Ende 2027.
Obwohl die Handelsliberalisierung im Mittelpunkt steht, bestätigten die Verhandler, dass ein spezielles Kapitel zur vorübergehenden Einreise von Geschäftsleuten vorgesehen ist, das den Bestimmungen in Japans EPA-Abkommen mit Mexiko und Chile entspricht. Dies könnte mehrjährige, mehrfach einreisende Visa für innerbetriebliche Versetzungen, Investoren und Dienstleister bedeuten – eine deutliche Verbesserung gegenüber dem derzeit für die meisten brasilianischen Führungskräfte erforderlichen 90-Tage-Einreisevisum mit einmaliger Einreise für Japan. Aktuell gibt es zwischen Brasilien und Tokio weder ein bilaterales Visumfreistellungsabkommen noch ein Trusted-Traveller-Programm.
Brasilianische multinationale Unternehmen aus den Bereichen Agrarwirtschaft, Maschinenbau und IT-Dienstleistungen dürften als Erste profitieren. Apex-Brasil schätzt, dass die Vereinfachung von Arbeitserlaubnissen und die Anerkennung beruflicher Qualifikationen den Exporteuren jährlich bis zu 27 Millionen US-Dollar an Compliance-Kosten einsparen und die Projektlaufzeiten in Japan um 30 % verkürzen könnten. Die Aussicht auf erleichterte Mobilität passt zudem zum Plan des Bundesstaates São Paulo, japanische Halbleiterzulieferer für seinen neuen Technologiecluster in Campinas zu gewinnen.
Diplomatisch stärkt die Ankündigung Präsident Luiz Inácio Lula da Silva den Rücken, indem sie die Bedeutung des Mercosur unterstreicht – gerade angesichts der Kritik, dass einzelne Mitglieder, insbesondere Uruguay, einseitige Abkommen außerhalb des Blocks anstreben. Durch die gemeinsame Partnerschaft mit einem prominenten asiatischen Partner wollen die vier Kernmitglieder des Mercosur ihre Verhandlungsposition stärken und ein Flickwerk unterschiedlicher Mobilitätsregelungen vermeiden, das die Personalplanung für regionale Hauptsitze in São Paulo erschwert.
Die erste Verhandlungsrunde ist für September in Brasília geplant, parallel dazu sollen Untergruppen zu Marktzugang, Gesundheitsstandards und Mobilität arbeiten. Unternehmen mit bevorstehenden Einsätzen in Japan sollten auf Zwischenregelungen achten: Brasilianische Behörden deuteten an, dass ein elektronisches Vorabgenehmigungssystem für Kurzzeitgeschäftsvisa noch vor der Ratifizierung des vollständigen Abkommens pilotiert werden könnte – möglicherweise bereits Ende 2027.
Quelle: JETRO Business News
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