
Mit nur vier Tagen Vorlauf hat das spanische Verkehrsministerium verbindliche Mindestservicelevels für den 24-stündigen Bahnstreik veröffentlicht, zu dem die Gewerkschaft Sindicato Ferroviario für Montag, den 15. Juli, aufgerufen hat. Der Ausstand betrifft das gesamte nationale Netz von Renfe, einschließlich der Cercanías-S-Bahn, der Media Distancia-Regionalzüge sowie der AVE/Alvia-Hochgeschwindigkeitsstrecken, die Madrid mit Barcelona, Sevilla, Valencia und weiteren Städten verbinden. Die Behörden haben angeordnet, dass 75 % der Cercanías-Züge während der Hauptverkehrszeiten, 66 % der Regionalzüge und 73 % der Hochgeschwindigkeits- und Fernverkehrszüge verkehren müssen. Konkret bedeutet das 426 von 650 geplanten Media Distancia-Verbindungen und 249 von 343 AVE/Alvia-Zügen. Renfe bucht bereits betroffene Fahrgäste um oder erstattet Tickets für die voraussichtlich 318 ausfallenden Züge. Obwohl die Gewerkschaft hinter dem Streik klein ist – bei der letzten Aktion am 29. Juni lag die Beteiligung bei nur 1,83 % – geht die Regierung in der Hochsaison kein Risiko ein, da die Bahnkapazitäten für den Tourismus und Geschäftsreisen im Inland entscheidend sind. Der Streik fällt zudem auf den ersten vollen Arbeitstag nach dem San-Fermín-Festival, wenn traditionell Tausende Besucher Pamplona in Richtung Madrid und Barcelona verlassen. Firmen-Mobilitätsteams sollten Reisende mit Buchungen am 15. Juli darauf hinweisen, den Zugstatus 24 Stunden vor Abfahrt zu prüfen und gegebenenfalls auf Flüge oder Fernbusse auszuweichen. Renfe erlaubt kostenfreie Umbuchungen auf den nächstmöglichen Zug innerhalb von 30 Tagen, allerdings wird die Sitzplatzverfügbarkeit auf den stark frequentierten Strecken Madrid–Barcelona und Madrid–Sevilla knapp sein. Für internationale Mitarbeiter und Expat-Familien, die auf das spanische Hochgeschwindigkeitsnetz angewiesen sind, gilt: Die meisten Verbindungen fahren weiterhin, doch es kann zu Verzögerungen und Anschlussproblemen kommen. Arbeitgeber sollten daher Übernachtungen im Hotel oder Homeoffice-Lösungen für Mitarbeiter genehmigen, deren Reisepläne auf den Streiktag fallen.
Quelle: Renfe Press Room
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