
Am 13. Juli haben die Abgeordneten eine ausführliche Prüfung des Gesetzesentwurfs zum Luftverkehr (Verbraucherschutz und Regulierungsreform) abgeschlossen und ein Paket von Änderungen verabschiedet, das den Verbraucherschutz im britischen Luftverkehr grundlegend verändern wird. Der ursprünglich zur Modernisierung von über 30 einzelnen Nachkriegs-Gesetzen eingebrachte Entwurf enthält nun Regelungen, die verhindern, dass Fluggesellschaften Familiengruppen, die unter derselben Buchungsreferenz gebucht sind, trennen. Zudem sind die Fluggesellschaften verpflichtet, klare Beschwerdewege für Reisende mit Behinderungen einzurichten, und die bisherige Entschädigungsobergrenze von 1.500 Pfund für beschädigte Mobilitätshilfen auf Inlandsflügen entfällt. Eine von der Regierung ohne Abstimmung angenommene Änderung verpflichtet das Verkehrsministerium, innerhalb von zwölf Monaten nach Inkrafttreten die Auswirkungen von „Kiss-and-Fly“-Abgabegebühren an Flughäfen zu überprüfen, da befürchtet wird, dass diese Gebühren einkommensschwache Familien überproportional belasten und zusätzliche Autofahrten erzwingen. Versuche oppositioneller Abgeordneter, automatische Strafzahlungen für Fluggesellschaften vorzuschreiben, die die Rückerstattungsfristen der Luftfahrtbehörde CAA nicht einhalten, wurden abgelehnt, obwohl Minister andeuteten, dass sekundäre Rechtsvorschriften das Thema erneut aufgreifen könnten. Für unternehmensintensive Vielflieger bringt der Entwurf, der am 20. Juli zur dritten Lesung ansteht, klarere Haftungsregelungen, wenn Rollstühle oder IT-Ausrüstung von Mitarbeitern auf Inlandsstrecken, die Langstreckenflüge verbinden, beschädigt werden. Außerdem wird die Rolle der CAA als alleinige Luftfahrtregulierungsbehörde gefestigt, was künftige Regelungen zu nachhaltigen Flugkraftstoffen und zur Slot-Vergabe erleichtert. Luftfahrtrechtler erwarten, dass die CAA innerhalb von drei Monaten nach Inkrafttreten Leitlinien veröffentlicht, damit Fluggesellschaften und Geschäftsreisemanager ihre Vertragsbedingungen anpassen können. Unternehmen sollten ihre aktuellen Reiserichtlinien überprüfen, um sicherzustellen, dass Buchungssysteme die Namen aller Reisenden – einschließlich Angehöriger – erfassen, um von dem neuen Schutz für Familienplatzierungen zu profitieren.
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