
Das britische Innenministerium bestätigte am 15. Juli, dass alle Bewerbungen für das Youth Mobility Scheme (YMS) 2026 nun geschlossen sind. Damit endete das 48-Stunden-Fenster für E-Mail-Eingänge, das von 00:01 Uhr am 14. Juli bis 00:01 Uhr am 16. Juli (Hongkonger Zeit) lief. In dieser zweiten und letzten Verlosung des Jahres standen bis zu 1.000 Plätze für Inhaber eines Hongkonger SAR-Passes zur Verfügung. Das äußerst beliebte Visum ermöglicht es Hongkongern im Alter von 18 bis 30 Jahren, bis zu zwei Jahre ohne Arbeitgebersponsoring im Vereinigten Königreich zu leben und zu arbeiten. Erfolgreiche Bewerber werden bis zum 30. Juli per E-Mail benachrichtigt und haben anschließend 90 Tage Zeit, einen vollständigen Antrag einzureichen, die Gebühr von £340 sowie den jährlichen Einwanderungs-Gesundheitszuschlag von £1.035 zu zahlen und biometrische Daten im VFS-Zentrum in North Point abzugeben. Für Unternehmen bietet das YMS eine wertvolle Quelle an Talenten aus Hongkong, die kurzfristige Einsätze im UK mit minimalem bürokratischem Aufwand übernehmen können. Personalabteilungen sollten ihre Mitarbeiter daran erinnern, dass das Visum nicht verlängerbar ist und die Kompatibilität mit britischen Lohn- und Sozialversicherungsvorschriften geprüft werden muss. Wer nicht ausgewählt wurde, kann es im Losverfahren 2027 erneut versuchen; die Termine werden später in diesem Jahr bekanntgegeben. Das Innenministerium weist zudem darauf hin, dass japanische und südkoreanische Staatsangehörige keine Verlosung mehr benötigen und ganzjährig Anträge stellen können – ein Schritt hin zu einem System ohne Quoten. Experten vermuten, dass Hongkong langfristig einen direkten Antragsstatus erhalten könnte, sofern die Studierenden- und Absolventenzahlen über die BN(O)- und High Potential Individual-Programme stabil bleiben. Praktischer nächster Schritt: Arbeitgeber mit Niederlassungen im UK sollten Willkommenspakete vorbereiten, die die Anmeldung zur National Insurance und die sogenannten Zero-Day-Right-to-Work-Prüfungen für neue YMS-Inhaber abdecken, die künftig E-Visa statt Passaufkleber erhalten werden.
Quelle: UK Government (GOV.UK)
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