
In einer für den 20. Juli im Federal Register geplanten Bekanntmachung belebt die Trump-Administration die umstrittene „Public-Charge“-Regel wieder, die die Gründe erweitert, aus denen Einwanderern die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung verweigert werden kann, wenn Behörden davon ausgehen, dass sie voraussichtlich auf staatliche Leistungen angewiesen sein werden. Die aktualisierte Regelung berücksichtigt die Nutzung von Programmen wie Supplemental Nutrition Assistance (SNAP), Medicaid und Wohnungszuschüssen während des Statusanpassungsverfahrens. Obwohl das US-Recht seit langem von Antragstellern verlangt, ihre Selbstversorgung nachzuweisen, hatten frühere Regierungen die Anforderungen eng ausgelegt. Die Version von 2026 gibt den Entscheidern weitreichenden Ermessensspielraum, um Alter, Gesundheit, Einkommen, Bildung und die voraussichtliche Nutzung von Leistungen zu bewerten. Kritiker sprechen von einem „Vermögenstest“, der legal anwesende Familien davon abhalten wird, medizinische Versorgung oder Lebensmittelhilfe in Anspruch zu nehmen – ein Muster, das bereits bei einer ähnlichen Regelung im Jahr 2020 kurzzeitig zu beobachten war. Fachanwälte für Einwanderungsrecht warnen, dass die Änderung die Planungssicherheit für Unternehmen, die niedrig bezahlte ausländische Arbeitskräfte beschäftigen, insbesondere in den Bereichen Gastgewerbe, Gesundheitswesen und Lebensmittelverarbeitung, erschweren könnte. Personalabteilungen müssen möglicherweise Umzugspakete, die öffentliche Ausbildungszuschüsse oder staatliche Subventionen enthalten, neu bewerten, um zu vermeiden, dass diese fälschlicherweise als Leistungen gewertet werden. Die Regel gilt nicht rückwirkend, doch ab Inkrafttreten im September könnten alle danach bezogenen Leistungen gegen Antragsteller gewertet werden. Berater empfehlen, Anträge auf Statusanpassung (Formular I-485) möglichst frühzeitig einzureichen und Mitarbeiterhilfsprogramme auf Leistungen zu überprüfen, die negativ ausgelegt werden könnten. Wichtige Punkte: Risiken klar an geförderte Mitarbeiter kommunizieren; Nachweise über private Krankenversicherung, Vermögen und Jobangebote sammeln; und bei möglichen Verzögerungen der Green-Card-Verfahren unter der neuen Prüfung eine beschleunigte Bearbeitung von H-1B- oder L-1-Verlängerungen in Betracht ziehen.
Quelle: Associated Press
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