
In einer überraschenden Entscheidung, die am 17. Juli 2026 für Aufsehen auf kanadischen Universitätscampus und in den Mobility-Teams von Unternehmen sorgte, veröffentlichte das US-Heimatschutzministerium (DHS) seine endgültige Regelung zur Abschaffung der langjährigen „Duration of Status“ (D/S)-Aufenthaltsdauer für F-1-Studierende und J-1-Austauschbesucher. Ab dem 15. September 2026 erhalten Kanadier, die in den USA studieren, forschen oder an Work-and-Study-Programmen teilnehmen, einen I-94-Einreisestempel mit festem Ausreisedatum statt der bisher offenen D/S-Notierung, die sie für die gesamte Dauer ihres akademischen oder Forschungsprogramms abdeckte.
Für kanadische Hochschulen bedeutet diese Änderung eine zusätzliche Herausforderung im Bereich des Einwanderungsrisikomanagements. Studierende, die ihren Studiengang wechseln, ihr Programm verlängern oder eine postgraduale Optional Practical Training (OPT) absolvieren, müssen künftig formelle Verlängerungsanträge bei den US-Einwanderungsbehörden (USCIS) einreichen – was mit einer Gebühr von 470 US-Dollar verbunden sein kann und mehrere Monate Bearbeitungszeit in Anspruch nimmt. Institutionen, die regelmäßig Co-op- oder Forschungsteams über die Grenze schicken, müssen künftig mehr Vorlaufzeit in die Planung einrechnen und mit einem erhöhten Beratungsaufkommen rechnen, da Studierende sich mit der neuen Bürokratie auseinandersetzen müssen.
Auch die Privatwirtschaft wird betroffen sein. Viele kanadische Unternehmen entsenden Junior-Mitarbeitende auf J-1-Trainee-Status in US-Büros oder beschäftigen kanadische Absolventen mit STEM-OPT. Diese Mitarbeitenden sind nun an ein festes Visumablaufdatum gebunden – eine verpasste Frist für die Antragstellung kann zum Statusverlust führen und das Unternehmen mit Sanktionen belasten. Global Mobility Manager müssen künftig individuelle I-94-Ablaufdaten überwachen, Budgets für Rechtskosten einplanen und die Fachabteilungen über die verkürzten Kulanzzeiten informieren.
Auch die Grenzlogistik könnte komplizierter werden. Reisende, die für Konferenzen oder Wochenendbesuche in die USA zurückkehren, können sich nicht mehr auf die automatische D/S-Regelung verlassen; sie müssen einen Nachweis über einen laufenden oder genehmigten Verlängerungsantrag mitführen, andernfalls droht eine Einreise nur bis zum im System vermerkten Datum. Fluggesellschaften haben bereits begonnen, ihre Systeme zu aktualisieren, um Passagiere mit bald ablaufenden Aufenthaltsgenehmigungen zu kennzeichnen.
Praktische Empfehlungen für kanadische Organisationen sind: die Einrichtung einer zentralen Datenbank für betroffene Mitarbeitende und Studierende, die Planung von Verlängerungsanträgen 4–6 Monate im Voraus sowie die Aufforderung an Reisende, bei jeder Grenzüberquerung ihre I-94-Daten herunterzuladen, um das neue Ablaufdatum zu überprüfen. Obwohl das DHS die „Programmintegrität“ als Begründung angibt, wird erwartet, dass die neue Regelung die administrativen Kosten auf beiden Seiten der Grenze erhöht und die USA als flexiblen Standort für die Mobilität kanadischer Talente weniger attraktiv macht.
Für kanadische Hochschulen bedeutet diese Änderung eine zusätzliche Herausforderung im Bereich des Einwanderungsrisikomanagements. Studierende, die ihren Studiengang wechseln, ihr Programm verlängern oder eine postgraduale Optional Practical Training (OPT) absolvieren, müssen künftig formelle Verlängerungsanträge bei den US-Einwanderungsbehörden (USCIS) einreichen – was mit einer Gebühr von 470 US-Dollar verbunden sein kann und mehrere Monate Bearbeitungszeit in Anspruch nimmt. Institutionen, die regelmäßig Co-op- oder Forschungsteams über die Grenze schicken, müssen künftig mehr Vorlaufzeit in die Planung einrechnen und mit einem erhöhten Beratungsaufkommen rechnen, da Studierende sich mit der neuen Bürokratie auseinandersetzen müssen.
Auch die Privatwirtschaft wird betroffen sein. Viele kanadische Unternehmen entsenden Junior-Mitarbeitende auf J-1-Trainee-Status in US-Büros oder beschäftigen kanadische Absolventen mit STEM-OPT. Diese Mitarbeitenden sind nun an ein festes Visumablaufdatum gebunden – eine verpasste Frist für die Antragstellung kann zum Statusverlust führen und das Unternehmen mit Sanktionen belasten. Global Mobility Manager müssen künftig individuelle I-94-Ablaufdaten überwachen, Budgets für Rechtskosten einplanen und die Fachabteilungen über die verkürzten Kulanzzeiten informieren.
Auch die Grenzlogistik könnte komplizierter werden. Reisende, die für Konferenzen oder Wochenendbesuche in die USA zurückkehren, können sich nicht mehr auf die automatische D/S-Regelung verlassen; sie müssen einen Nachweis über einen laufenden oder genehmigten Verlängerungsantrag mitführen, andernfalls droht eine Einreise nur bis zum im System vermerkten Datum. Fluggesellschaften haben bereits begonnen, ihre Systeme zu aktualisieren, um Passagiere mit bald ablaufenden Aufenthaltsgenehmigungen zu kennzeichnen.
Praktische Empfehlungen für kanadische Organisationen sind: die Einrichtung einer zentralen Datenbank für betroffene Mitarbeitende und Studierende, die Planung von Verlängerungsanträgen 4–6 Monate im Voraus sowie die Aufforderung an Reisende, bei jeder Grenzüberquerung ihre I-94-Daten herunterzuladen, um das neue Ablaufdatum zu überprüfen. Obwohl das DHS die „Programmintegrität“ als Begründung angibt, wird erwartet, dass die neue Regelung die administrativen Kosten auf beiden Seiten der Grenze erhöht und die USA als flexiblen Standort für die Mobilität kanadischer Talente weniger attraktiv macht.
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