
Pendler und Geschäftsreisende zwischen Gent und Brüssel mussten am 22. Juli 2026 unerwartete Störungen hinnehmen, nachdem ein Vorfall mit einer Person in der Nähe von Melle die Hauptstrecke bereits am frühen Morgen lahmlegte. Infrabel leitete die Züge über Aalst um, was die Fahrzeiten um bis zu 20 Minuten verlängerte und die NMBS/SNCB dazu zwang, mehrere Spitzenverbindungen zu streichen. Bis zum Mittag wurden die Gleise als sicher erklärt und der Zugverkehr normalisierte sich, wobei jedoch bis in den frühen Nachmittag Verzögerungen anhielten. Die Sperrung fiel mit dem Hochbetrieb am Flughafen Brüssel zusammen, wodurch einige Passagiere ihre vorab gebuchten Anschlussverbindungen verpassten. Die Fahrpreise für Mitfahrdienste auf der Autobahn E40 stiegen Berichten zufolge stark an, da Reisende nach Alternativen suchten. Der Vorfall verdeutlicht die Verwundbarkeit der meistbefahrenen Intercity-Verbindung Belgiens, die täglich über 60.000 Fahrgäste befördert, darunter Hunderte von Beamten und Expats, die vom günstigeren Wohnungsmarkt in Gent zu den EU-Institutionen in Brüssel pendeln. Gleichzeitig unterstreicht er Infrabels Bestreben, mehr Gleisüberwachungssysteme einzusetzen, um die Untersuchungszeiten nach Zwischenfällen zu verkürzen. Unternehmen mit flexiblen Arbeitsmodellen sollten ihre Mitarbeiter daran erinnern, in der Sommer-Hauptreisezeit großzügige Zeitpuffer einzuplanen und die NMBS International-Benachrichtigungen zu nutzen, die inzwischen in die meisten Buchungstools integriert sind.
Quelle: The Brussels Times
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