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Studie zeigt: Migrantenarbeit macht 9 % der zyprischen Arbeitskräfte aus – Maßnahmen gegen Ausbeutung werden verstärkt

Juli 31, 2026
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Studie zeigt: Migrantenarbeit macht 9 % der zyprischen Arbeitskräfte aus – Maßnahmen gegen Ausbeutung werden verstärkt
Neue Daten, die am 30. Juli in Nikosia vorgestellt wurden, zeigen, dass Ausländer etwa jeden elften Arbeitsplatz in Zypern ausmachen, wobei der Anteil im Gastgewerbe auf fast 40 % steigt. Die Zahlen präsentierte Katerina Stefanou von der NGO Step Up Stop Slavery während einer Konferenz, an der auch Vertreter der Vertretung der Europäischen Kommission in Zypern sowie des Justizministeriums teilnahmen. Die Redner warnten, dass Migranten fast dreimal so häufig wie Zyprer Opfer von Zwangsarbeit werden, und beriefen sich dabei auf Statistiken der Internationalen Arbeitsorganisation sowie eine OSZE-Studie, die Arbeitsausbeutung als die am schnellsten wachsende Form des Menschenhandels in Europa einstuft.

Das vom EU-Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds finanzierte Host-Projekt hat bisher über 1.200 Mitarbeiter an vorderster Front – von Gemeindemitarbeitern bis hin zu Hotelmanagern – geschult, um Warnsignale wie die Beschlagnahmung von Pässen oder überhöhte Vermittlungsgebühren zu erkennen. Andreas Hatzigeorgiou vom Justizministerium erklärte, die Regierung plane, die Verlängerung von Arbeitserlaubnissen an den Nachweis zu knüpfen, dass Arbeitgeber schriftliche Gehaltsabrechnungen vorlegen und Arbeitsinspektoren Zugang zu Schlafräumen gewähren. Branchenvertreter signalisierten Kooperationsbereitschaft, wiesen jedoch darauf hin, dass kleinere Pensionen möglicherweise finanzielle Unterstützung benötigen, um die neuen Compliance-Anforderungen zu erfüllen.

Studie zeigt: Migrantenarbeit macht 9 % der zyprischen Arbeitskräfte aus – Maßnahmen gegen Ausbeutung werden verstärkt


Für Teams im Bereich der Unternehmensmobilität unterstreichen die Ergebnisse die reputations- und rechtlichen Risiken, die mit der Vernachlässigung von Sorgfaltspflichten in der Lieferkette einhergehen. Unternehmen, die Mitarbeiter nach Zypern entsenden – insbesondere in Projektmanagement-Positionen – sollten ihre Lieferantenverträge überprüfen, um sicherzustellen, dass Anti-Menschenhandels-Klauseln enthalten sind, und kulturelle Sensibilisierungstrainings anbieten, damit Expat-Manager potenziellen Missbrauch erkennen können. Unterlassen sie dies, drohen Bußgelder gemäß dem zyprischen Anti-Menschenhandels-Gesetz von 2025 und die Gefährdung zukünftiger Arbeits- und Aufenthaltserlaubnisse.

Die Konferenz endete mit dem Aufruf zur Einrichtung einer ständigen öffentlich-privaten Taskforce, die jährlich eine „Risikokarte für Menschenhandel“ mit besonders betroffenen Bezirken veröffentlichen soll – ein Vorhaben, das sich an ähnlichen Instrumenten in Spanien und den Niederlanden orientiert.
Quelle: Cyprus Mail

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