
Das Innenministerium hat stillschweigend eine Ausschreibung veröffentlicht – datiert auf den 1. August 2026 – und sucht Lieferanten für Softwareentwicklung, Support und Implementierungsdienstleistungen im Wert von bis zu 200 Millionen Pfund über fünf Jahre. Der Vertrag bildet die Grundlage für die nächste Phase des Future Borders and Immigration System (FBIS), einschließlich der Wartung der ETA-Plattform und des Datenaustauschs mit Fluggesellschaften. Brancheninsider berichten, dass die Ausschreibung darauf hindeutet, dass das Ministerium die Kernsysteme intern betreiben will, anstatt sie an einen einzigen Hauptauftragnehmer auszulagern – ein Modell, das vor einem Jahrzehnt beim gescheiterten e-Borders-Programm kritisiert wurde. Bieter müssen Erfahrung in „24/7 mission-kritischen Umgebungen“ nachweisen und die Einhaltung der Cloud-First-Strategie der Regierung garantieren, was auf eine weitere Abkehr von veralteten Rechenzentren hin zu AWS und Azure schließen lässt. Für Fluggesellschaften und Umzugsmanager ist das Timing entscheidend: Der aktuelle ETA-Pilot umfasst nur 15 Nationalitäten, doch HC 259 bestätigt eine flächendeckende Einführung bis Oktober 2026. Robuste Supportverträge sind daher unerlässlich, um Ausfälle in der Urlaubssaison zu vermeiden. Die Spezifikation legt großen Wert auf schnelle Reaktionszeiten bei Vorfällen und sieht finanzielle Sanktionen vor, wenn die Systemausfallzeit 0,1 % pro Quartal überschreitet. Technologische Beratungsunternehmen haben vier Wochen Zeit, um ihr Interesse zu bekunden; die Shortlist wird im September erwartet, die Vertragsvergabe bis Januar 2027. Ein Übergangsservicevertrag ermöglicht es den aktuellen Anbietern, die Systeme ohne Unterbrechung der laufenden ETA-Transaktionen zu übergeben. Globale Unternehmen, die große Mengen an API-basierten ETA-Anträgen für Crew- und Projektpersonal einreichen, sollten die Ausschreibung genau beobachten, um Hinweise auf bevorstehende Verbesserungen der Service-Level zu erhalten – insbesondere bei den Bestätigungszeiten für Hin- und Rückflüge, die derzeit während der Spitzenzeiten durchschnittlich neun Minuten betragen.
Quelle: Find-a-Tender Service