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Schweizer Mobilitätsforum startet in Bern mit Fokus auf Management der Geschäftsreisennachfrage

Sept. 16, 2026
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Schweizer Mobilitätsforum startet in Bern mit Fokus auf Management der Geschäftsreisennachfrage
Das erste Swiss Mobility Forum wurde heute Morgen (15. September 2026) in der Bernexpo eröffnet und brachte über 600 Entscheidungsträger aus Schweizer Unternehmen, kantonalen Behörden und Anbietern von Mobilitätstechnologien zusammen. Organisiert vom Bundesamt für Energie in Zusammenarbeit mit dem Kanton Bern, konzentriert sich die eintägige Konferenz auf praxisnahe Strategien, mit denen Unternehmen Pendleremissionen reduzieren, Reisekosten senken und für international mobile Talente attraktiv bleiben können.

In den Keynote-Panels wurde hervorgehoben, wie hybrides Arbeiten und strengere ESG-Berichterstattung die Reiserichtlinien von Unternehmen verändern. Sprecher von Novartis und UBS präsentierten Fallstudien, in denen „Mobilitätsbudgets“ – feste Zuschüsse, die Mitarbeitende für öffentliche Verkehrsmittel, Bahnpässe, Fahrräder oder gelegentliches Carsharing nutzen können – innerhalb von zwölf Monaten Einzelfahrten mit dem Auto um 25 % reduziert haben. Zurich Insurance stellte ein Entscheidungsunterstützungstool vor, das die Klimawirkung jeder Reise in den Genehmigungsprozess für Kundenbesuche oder kurzfristige Einsätze einbezieht.

Schweizer Mobilitätsforum startet in Bern mit Fokus auf Management der Geschäftsreisennachfrage


Start-ups zeigten Innovationen von MaaS-Apps (Mobility-as-a-Service), die SBB-Züge, lokale Busnetze und Mikromobilität integrieren, bis hin zu KI-basierter Parkplatzoptimierung, die städtische Flächen für Wohnraum freisetzt. Mehrere Schweizer Kantone kündigten Pilotförderungen von bis zu 500.000 CHF pro Arbeitgeber an, für Firmen, die zertifizierte Reisebedarfsmanagement-Pläne umsetzen wollen.

Für globale Mobilitätsmanager unterstrich das Forum einen Wandel in der Schweizer Politik: Das Land bleibt zwar offen für ausländische Fachkräfte, erwartet aber von Arbeitgebern, die externen Kosten der Mitarbeitermobilität – von CO₂-Emissionen bis hin zu städtischer Verkehrsbelastung – zu internalisieren. Die Teilnehmer wurden dazu angehalten, ihre Reisegenehmigungssysteme mit der Energiestrategie 2030 der Bundesregierung abzustimmen, die eine Reduktion der Pendlerverkehrsemissionen um 40 % gegenüber 2019 vorsieht.

Ein im Oktober erscheinendes Weißbuch wird Best Practices zusammenfassen und ein nationales Label für „Nachhaltige Unternehmensmobilität“ vorschlagen. Unternehmen, die internationale Mitarbeitende an Schweizer Standorte holen wollen, sollten diese Entwicklungen genau verfolgen, da künftige Steueranreize von der Erlangung dieses Labels abhängen könnten.
Quelle: Switzerland Tourism – Event Listing

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