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Wisekey-Aktionäre stimmen für Verlegung der Holdinggesellschaft von Zug auf die Britischen Jungferninseln

Sept. 16, 2026
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Wisekey-Aktionäre stimmen für Verlegung der Holdinggesellschaft von Zug auf die Britischen Jungferninseln
Der Cyber-Sicherheitsspezialist Wisekey verlegt seine Schweizer Holdinggesellschaft in die Britischen Jungferninseln (BVI), nachdem die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 15. September einer grenzüberschreitenden Fusion zugestimmt haben. Die operative und steuerliche Zentrale – einschließlich 120 Ingenieuren und Verwaltungsmitarbeitern – bleibt in Genf, während die westschweizer Satellitenbetriebe unverändert bleiben. Diese strukturelle Veränderung folgt einem Modell, das die Gruppe bereits erfolgreich für ihren Halbleiter-Spin-off Sealsq vor dessen Nasdaq-Börsengang angewandt hat. CEO Carlos Moreira erklärte gegenüber der Schweizer Presse, dass ein Sitz in den BVI den Zugang zu den US-Kapitalmärkten erleichtert und die geplante Doppelnotierungsstrategie der Gruppe vereinfacht, ohne die Schweizer Gehaltsstrukturen zu verändern.

Wisekey-Aktionäre stimmen für Verlegung der Holdinggesellschaft von Zug auf die Britischen Jungferninseln


Aus globaler Mobilitätsperspektive hat dies zwei wesentliche Auswirkungen: Erstens werden Führungskräfte, deren Arbeitsverträge bei der Holdinggesellschaft angesiedelt sind, einen Wechsel des Arbeitgebers als rechtliche Instanz erleben; die Personalabteilungen müssen daher Sozialversicherungsabkommen, Risiken einer Betriebsstätte und die Besteuerung von Aktienplänen sorgfältig prüfen. Zweitens verdeutlicht dieser Schritt, dass die Schweiz als operatives Zentrum bestehen bleiben kann, auch wenn Unternehmen Offshore-Kapitalmarktstrukturen anstreben – ein Trend, den Mobility-Manager genau beobachten müssen, um Entsendungsverträge und Einwanderungssponsorships entsprechend anzupassen.

Der Kanton Zug, lange Zeit wegen seiner niedrigen Steuersätze und englischsprachigen Verwaltung bevorzugt, verzeichnete kürzlich mehrere Tech-Holdings, die auf dem Papier umgezogen sind, während hochwertige Arbeitsplätze vor Ort blieben. Die Behörden kündigten an, dass die Substanzanforderungen für bevorzugte Steuerregelungen ab 2027 verschärft werden, was darauf hindeutet, dass künftige Verlagerungen genauer geprüft werden könnten. Multinationale Unternehmen, die ähnliche Strukturen planen, sollten daher frühzeitig ihre Einwanderungssponsorship-Pflichten klären, insbesondere für Drittstaatsangehörige mit B- oder L-Bewilligungen, die an die Schweizer Gesellschaft gebunden sind.
Quelle: Zug4You

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