
Der Pionier im Bereich Krypto-Dienstleistungen, Bitcoin Suisse, bestätigte am 14. September, dass er plant, bis zu 60 Back-Office-Stellen – etwa die Hälfte der Belegschaft am Standort Zug – in kostengünstigere Zentren nach Bratislava und Ho-Chi-Minh-Stadt zu verlagern. Dieser Schritt folgt der Strategie des Unternehmens, nach Erhalt neuer regulatorischer Lizenzen in Liechtenstein, Bermuda und Abu Dhabi, sein Angebot im internationalen Vermögensmanagement auszubauen. Die betroffenen Mitarbeitenden wurden in einer Betriebsversammlung informiert und befinden sich nun in einer zehntägigen Konsultationsphase. Die Entlassungen sollen schrittweise bis Jahresende erfolgen, wobei einigen Mitarbeitenden Transfers angeboten werden. Front-Office-, Handels- und Compliance-Teams bleiben in der Schweiz, und Zug bleibt der rechtliche Hauptsitz. Für Teams mit globaler Mobilität ist der Fall aufschlussreich: Obwohl die Schweiz für Fintech-Innovationen attraktiv bleibt, treiben steigende Gehälter und ein starker Franken mittlere Funktionen ins Ausland. Arbeitgeber müssen daher Teams über mehrere Rechtsräume hinweg managen und dabei Schweizer Datenschutzbestimmungen mit EU-Arbeitsrecht und Visa-Regelungen in Schwellenländern in Einklang bringen. Die lokalen Behörden im Kanton Zug, die das Ökosystem von Crypto Valley erhalten wollen, kündigten an, neue Bewilligungsanträge für ausländische Spezialisten in höherwertigen Positionen zu beschleunigen. Analysten prognostizieren eine weitere Verlagerung von Schweizer Krypto-Supportfunktionen nach Mittel- und Osteuropa, wo große Talentpools und die EU-Freizügigkeitsregeln innerbetriebliche Transfers erleichtern.
Quelle: Decrypt
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