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Finnische Grenzschutzbehörde beendet EU-weite Live-Übung „Marsec EU 26“ in Helsinki

Sept. 19, 2026
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Finnische Grenzschutzbehörde beendet EU-weite Live-Übung „Marsec EU 26“ in Helsinki
Die finnische Küste war diese Woche Schauplatz einer der größten multinationalen maritimen Sicherheitsübungen, die das Land je ausgerichtet hat. Die finnische Grenzpolizei beendete am Donnerstag, den 18. September, die „Livex 2“-Phase der EU-Übung Marsec EU 26. Über 300 Spezialisten von Grenzpolizei, Polizei, Verteidigungskräften, Rettungsdiensten und Gesundheitsbehörden stiegen aus Hubschraubern und Schnellbooten auf das Eisbrecher-Schiff Polaris, um die Beschlagnahme von Schiffen sowie Such- und Evakuierungsverfahren in einem Szenario zu proben, das einen Angriff auf kritische maritime Infrastruktur simulierte.

Die Live-Übung folgte auf eine Tischübung im Frühjahr und eine Informationsaustauschübung im Sommer, bei der ein finnisches Ro-Ro-Frachtschiff die Ostsee befuhr, während Partnerstaaten ein gemeinsames Lagebild erstellten. Während der Woche trainierten Einheiten aus Dänemark, Schweden, Estland, Lettland, Litauen und Polen sowie Beobachter von Frontex, EMSA und dem Europäischen Auswärtigen Dienst den Echtzeit-Datenaustausch über die gemeinsame Informationsumgebung der EU (CISE). Die französische Marine unterstützte die Übung mit eigenen Einheiten in einer parallelen Nebenübung, was den gesamteuropäischen Charakter des Events unterstreicht.

Finnische Grenzschutzbehörde beendet EU-weite Live-Übung „Marsec EU 26“ in Helsinki


Die östliche Landgrenze Finnlands zu Russland ist seit Dezember 2023 für den regulären Personenverkehr geschlossen. Helsinki hat stark in einen neuen, 200 Kilometer langen sensorüberwachten Zaun sowie in maritime Lageerfassungsprojekte wie den Integrated Surveillance Mechanism (ISM) investiert. Mit der Ausrichtung von Marsec EU 26 wollten die finnischen Behörden diese neuen Fähigkeiten testen, die Interoperabilität demonstrieren und zeigen, dass die Unterwasserkabel, Gaspipelines und Schifffahrtswege der Ostsee auch unter hybriden Bedrohungen geschützt werden können.

Kommandant Ilja Iljin, der die Übung leitete, erklärte, das Ziel sei es, „die gemeinsamen Sicherheitsziele Europas in gemeinsames Handeln auf dem Wasser umzusetzen.“ Für Arbeitgeber, die Mitarbeiter nach Finnland entsenden oder Schiffe und Offshore-Projekte in der nördlichen Ostsee betreiben, sendet die Übung ein wichtiges Signal: Notfallpläne, Boarding-Protokolle und grenzüberschreitende Reaktionsketten werden aktiv verbessert.

Praktisch fließen die gewonnenen Erkenntnisse direkt in schnellere Freigabeverfahren für Rettungs- und Grenzkontrollflüge, besser planbare Hafensicherheitsmaßnahmen und letztlich in ein widerstandsfähigeres Logistikumfeld für multinationale Unternehmen ein. Die Führungsrolle Finnlands bietet zudem Reise- und Global-Mobility-Managern klare Ansprechpartner für den Fall maritimer Störungen. Die Grenzpolizei berichtete, dass bei den komplexen Boarding-Manövern weder Personal noch Ausrüstung zu Schaden kamen, was Helsinkis Bereitschaft zur Koordination risikoreicher, behördenübergreifender Einsätze unterstreicht – gerade wenn kommerzieller Verkehr oder Expatriates betroffen sind.
Quelle: ePressi

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