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Flughafen Zürich warnt vor längeren Grenzschlangen durch volle Inbetriebnahme des EU-Ein- und Ausreisesystems

Okt. 14, 2026
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Flughafen Zürich warnt vor längeren Grenzschlangen durch volle Inbetriebnahme des EU-Ein- und Ausreisesystems
Reisende, die diese Woche den Flughafen Zürich passieren, werden dringend gebeten, frühzeitig anzureisen. Die Flughafenleitung veröffentlichte am 14. Oktober eine neue Warnung auf ihrem Passagierportal, die auf längere Wartezeiten bei der Passkontrolle für Nicht-EU-Besucher hinweist. Grund dafür ist die vollständige Inbetriebnahme des biometrischen Ein- und Ausreisesystems der EU (EES), das bei jeder Grenzüberquerung von Drittstaatsangehörigen Gesichtsbilder und Fingerabdrücke erfasst.

Obwohl die Schweiz die EES-Hardware bereits 2025 schrittweise eingeführt hat, wurde das System erst in diesem Monat auf den Status „kontinuierliche Verfügbarkeit“ hochgestuft. Das bedeutet, dass bei jeder Ein- und Ausreise eines visapflichtigen Reisenden nun eine verpflichtende biometrische Abgleichung erfolgt. Am Flughafen Zürich verlängert sich dadurch die Bearbeitungszeit pro Registrierung um etwa 40 Sekunden – eine kleine Verzögerung, die sich während der Spitzenabflüge nach Nordamerika und in den Nahen Osten schnell summiert.

Flughafen Zürich warnt vor längeren Grenzschlangen durch volle Inbetriebnahme des EU-Ein- und Ausreisesystems


Die praktischen Auswirkungen sind bereits spürbar: Am Montagabend reichten die Warteschlangen für manuelle Kontrollstellen im Dock E laut dem Bodenabfertiger Careport bis zum Korridor, der die Terminals mit der Skymetro verbindet. Schweizer Staatsbürger sowie EU- und EFTA-Bürger können weiterhin die automatischen Gates ohne zusätzliche Kontrollen nutzen. Familien mit gemischten Pässen müssen jedoch damit rechnen, sich bei der Kontrolle zu trennen und danach wieder zusammenzufinden, was die Treffen im Sicherheitsbereich erschwert.

Für Arbeitgeber lautet die klare Empfehlung: Die Richtlinien für Geschäftsreisen sollten vorübergehend die empfohlene Ankunftszeit am Flughafen für Langstreckenflüge von zwei auf mindestens zweieinhalb Stunden erhöhen. Reisende mit Anschlussflügen am selben Tag zu Kurzstreckenverbindungen in Europa sollten ihre Reisepläne gegebenenfalls anpassen oder Fast-Track-Pässe erwerben. Personalabteilungen sollten zudem Vielflieger daran erinnern, dass mit der Einführung von ETIAS (voraussichtlich 2027) eine genehmigte Reisegenehmigung zusätzlich zur biometrischen Grenzkontrolle verpflichtend wird.

Ähnliche Erfahrungen werden in den kommenden Wochen auch an den Flughäfen Genf und Basel-Mülhausen erwartet, wenn diese von der Hochlauf- in die Dauerbetriebsphase des EES übergehen. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat angekündigt, die Durchlaufzeiten zu überwachen und gegebenenfalls vor dem Winterreiseverkehr das Personal aufzustocken.
Quelle: Zurich Airport passenger advisory

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