
Die neueste Ausgabe des International Migration Outlook der OECD, veröffentlicht am 3. November 2025, bietet einen datenreichen Überblick über die sich wandelnde Migrationslandschaft in Italien. Laut dem Bericht erhielten 2024 insgesamt 169.000 Nicht-Italiener eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis – das sind 16 Prozent weniger als im Jahr 2023. Die Familienzusammenführung dominierte weiterhin mit 61 Prozent der Genehmigungen, während die Freizügigkeit innerhalb der EU 23 Prozent und Arbeitsmigranten 10 Prozent ausmachten. Die Mobilität von Studierenden und Saisonarbeit blieben zwar Nischenbereiche, sind aber strategisch wichtig: 20.000 Studiengenehmigungen und 17.300 Saison- oder andere befristete Arbeitserlaubnisse wurden erteilt.
Hinter diesen Zahlen verbirgt sich ein bedeutender politischer Richtungswechsel. Das mehrjährige „Flussdekret 2026-2028“ der Meloni-Regierung signalisiert bereits eine historische Wende hin zu einer langfristigen Arbeitsmarktplanung – und die OECD-Daten verdeutlichen, warum. Die italienische Erwerbsbevölkerung altert rapide, und trotz der Rekordzuwanderung 2023 berichten Arbeitgeber in den Bereichen Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, Bauwesen und Gesundheitswesen weiterhin von akuten Fachkräftemangel. Die OECD betont, dass Migranten inzwischen mehr als 13 Prozent der italienischen Arbeitskräfte ausmachen und bezeichnet sie als „unverzichtbar“, um dem demografischen Rückgang und den Qualifikationslücken entgegenzuwirken.
Aus Sicht der Unternehmensmobilität sind die Zahlen zweischneidig. Weniger Neuankömmlinge bedeuten einen engeren Talentpool für multinationale Unternehmen, die ihre Aktivitäten in Italien ausbauen wollen. Gleichzeitig dürfte die kürzliche Entscheidung der Regierung, bis 2028 fast eine halbe Million zusätzlicher Arbeitsvisa zu genehmigen, Engpässe entschärfen. Unternehmen sollten frühzeitig mit der Personalplanung beginnen, sicherstellen, dass die Nachweise für den Arbeitsmarkttest lückenlos sind, und mehr Zeit für Konsulatstermine einplanen – insbesondere ab dem 11. Januar 2025, wenn neue biometrische Regeln für Langzeitvisa in Kraft treten.
Der Bericht deutet zudem auf eine verstärkte Konkurrenz um Talente innerhalb der EU hin. Während Italien einen Nettozuzug an dauerhaften Migranten verzeichnete, zogen Nachbarländer wie Deutschland und Spanien größere absolute Zahlen an, oft aus denselben Herkunftsländern (Ukraine, Albanien, Rumänien). Personalabteilungen, die innergemeinschaftliche Entsendungen managen, sollten die Quotenvergabe genau beobachten und Online-Termine („Click-Days“) sofort nach Veröffentlichung des Innenministerkalenders reservieren.
Abschließend warnt die OECD, dass Migranten in Italien im Durchschnitt immer noch 34 Prozent weniger verdienen als einheimische Beschäftigte in vergleichbaren Positionen. Arbeitgeber, die belastbare Talentpools aufbauen wollen, sollten die Rekrutierung mit umfassenden Integrationsmaßnahmen verbinden – Sprachkurse, Anerkennung von Qualifikationen und Wege zur dauerhaften Niederlassung –, um internationale Fachkräfte in einem zunehmend angespannten Arbeitsmarkt zu halten.
Hinter diesen Zahlen verbirgt sich ein bedeutender politischer Richtungswechsel. Das mehrjährige „Flussdekret 2026-2028“ der Meloni-Regierung signalisiert bereits eine historische Wende hin zu einer langfristigen Arbeitsmarktplanung – und die OECD-Daten verdeutlichen, warum. Die italienische Erwerbsbevölkerung altert rapide, und trotz der Rekordzuwanderung 2023 berichten Arbeitgeber in den Bereichen Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, Bauwesen und Gesundheitswesen weiterhin von akuten Fachkräftemangel. Die OECD betont, dass Migranten inzwischen mehr als 13 Prozent der italienischen Arbeitskräfte ausmachen und bezeichnet sie als „unverzichtbar“, um dem demografischen Rückgang und den Qualifikationslücken entgegenzuwirken.
Aus Sicht der Unternehmensmobilität sind die Zahlen zweischneidig. Weniger Neuankömmlinge bedeuten einen engeren Talentpool für multinationale Unternehmen, die ihre Aktivitäten in Italien ausbauen wollen. Gleichzeitig dürfte die kürzliche Entscheidung der Regierung, bis 2028 fast eine halbe Million zusätzlicher Arbeitsvisa zu genehmigen, Engpässe entschärfen. Unternehmen sollten frühzeitig mit der Personalplanung beginnen, sicherstellen, dass die Nachweise für den Arbeitsmarkttest lückenlos sind, und mehr Zeit für Konsulatstermine einplanen – insbesondere ab dem 11. Januar 2025, wenn neue biometrische Regeln für Langzeitvisa in Kraft treten.
Der Bericht deutet zudem auf eine verstärkte Konkurrenz um Talente innerhalb der EU hin. Während Italien einen Nettozuzug an dauerhaften Migranten verzeichnete, zogen Nachbarländer wie Deutschland und Spanien größere absolute Zahlen an, oft aus denselben Herkunftsländern (Ukraine, Albanien, Rumänien). Personalabteilungen, die innergemeinschaftliche Entsendungen managen, sollten die Quotenvergabe genau beobachten und Online-Termine („Click-Days“) sofort nach Veröffentlichung des Innenministerkalenders reservieren.
Abschließend warnt die OECD, dass Migranten in Italien im Durchschnitt immer noch 34 Prozent weniger verdienen als einheimische Beschäftigte in vergleichbaren Positionen. Arbeitgeber, die belastbare Talentpools aufbauen wollen, sollten die Rekrutierung mit umfassenden Integrationsmaßnahmen verbinden – Sprachkurse, Anerkennung von Qualifikationen und Wege zur dauerhaften Niederlassung –, um internationale Fachkräfte in einem zunehmend angespannten Arbeitsmarkt zu halten.
Quelle: ANSA – OECD data dispatch