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Eurostar streicht 50 % der Züge zwischen Brüssel und Paris während der Streikwoche

Nov. 23, 2025
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Eurostar streicht 50 % der Züge zwischen Brüssel und Paris während der Streikwoche
Der Hochgeschwindigkeitsbetreiber Eurostar wird zwischen dem 24. und 26. November nur die Hälfte seiner üblichen Verbindungen zwischen Brüssel Midi und Paris Nord anbieten. Grund dafür sind Personalausfälle bei der belgischen Bahninfrastrukturgesellschaft Infrabel sowie bei den Sicherheitsteams der Bahnhöfe, die im Rahmen eines landesweiten Streiks die Arbeit niederlegen. Die Verbindungen nach Amsterdam und London werden mit etwa 75 % der normalen Frequenz bedient, während die Strecken Brüssel–Lüttich–Deutschland nur noch mit einem Fünftel der Züge fahren.

Die Strecke Brüssel–Paris ist eine wichtige Lebensader für EU-Institutionen und Pendler über die Grenze hinweg; vor dem Streik nutzten täglich bis zu 4.000 Geschäftsreisende die Verbindung für Termine am selben Tag. Durch die halbierte Kapazität sind die Ticketpreise auf den verbleibenden Zügen in den dynamischen Preissystemen um 60 % gestiegen, und Fluggesellschaften melden eine erhöhte Nachfrage nach Last-Minute-Sitzen.

Eurostar streicht 50 % der Züge zwischen Brüssel und Paris während der Streikwoche


Eurostar bietet kostenlose Umbuchungen oder Erstattungen an, doch die Verfügbarkeit ist knapp, da auch die Intercity-Ersatzverkehre der SNCB betroffen sind. Logistikunternehmen, die Eurostars „Freight-on-Seat“-Option für dringende Pharma- und Rechtsdokumente nutzen, warnen vor Verzögerungen, die kritische Lieferfristen gefährden könnten.

Branchenverbände fordern erneut, dass Belgien ein „essentielles internationales Dienstleistungsprotokoll“ einführt, ähnlich dem in Frankreich, das während Streiks einen Mindestfahrplan vorschreibt. Eurostar prüft, ob bei wiederkehrenden Arbeitskämpfen in Belgien vorsorglich zusätzliche Kapazitäten auf der London–Paris-Strecke bereitgestellt werden sollen, um den Druck zu mindern.

Bis dahin raten Mobilitätsmanager Reisenden, einen Tag früher aufzubrechen, Meetings in Videokonferenzen umzuwandeln oder über Lille umzusteigen – Optionen, die zwar mit höheren Kosten und mehr Aufwand verbunden sind, aber oft schneller sind als das Warten auf das Ende des Streiks.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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