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Landesweiter Streik legt Flüge lahm und bremst Züge in ganz Italien aus

Nov. 30, 2025
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Landesweiter Streik legt Flüge lahm und bremst Züge in ganz Italien aus
Italiens Verkehrssystem kam am 28. November nahezu zum Erliegen, als die Basisgewerkschaft USB und mehrere kleinere Gewerkschaften zu einem achtstündigen Generalstreik aufriefen, der bis in die frühen Morgenstunden des 29. November andauerte. Flugreisende spürten die Auswirkungen zuerst: ITA Airways sagte vorsorglich 26 Flüge ab, während weitere 40 Abflüge und Ankünfte an den Flughäfen Rom-Fiumicino, Mailand-Linate und Venedig-Marco Polo verspätet oder umgeleitet wurden. Auch Lufthansa, easyJet und Ryanair warnten vor Verzögerungen bei Anschlussflügen innerhalb Italiens.

Der Bahn- und Nahverkehr war ebenso stark betroffen. Hochgeschwindigkeitszüge wie Frecciarossa und Italo fuhren nach stark reduzierten Fahrplänen, und Regionalzüge in der Lombardei, Emilia-Romagna und Ligurien verzeichneten durchschnittliche Verspätungen von 45 Minuten. In Rom wurden während des Höhepunkts des Protests fünf U-Bahn-Stationen der Linie A geschlossen, während die Mailänder Linie M3 zwischen 09:00 und 13:00 Uhr komplett stillgelegt wurde und danach schrittweise wieder in Betrieb ging. Pendler mussten auf Taxis und Mitfahrdienste ausweichen, was die Preise in den Großstädten um mehr als 200 % in die Höhe trieb.

Landesweiter Streik legt Flüge lahm und bremst Züge in ganz Italien aus


Der Streik richtete sich gegen den Haushaltsentwurf 2026 von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, den Kritiker als „Kriegshaushalt“ bezeichnen, da er die Verteidigungsausgaben erhöht, während Ausgaben für Gesundheit und Bildung gekürzt werden. In Turin, Bologna, Genua und Palermo gingen Tausende auf die Straße, darunter die Umweltaktivistin Greta Thunberg und die UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese, die an der Spitze mehrerer Demonstrationszüge marschierten. Am Hauptsitz des Rüstungskonzerns Leonardo SpA am Ufer der Lagune von Venedig wurden Protestierende mit Wasserwerfern auseinandergetrieben, nachdem sie versucht hatten, Zufahrtsstraßen zu blockieren.

Die Störungen gingen über die Unannehmlichkeiten für Reisende hinaus. Logistikunternehmen meldeten Lieferverzögerungen an den Häfen von Genua und Triest, und mehrere multinationale Hersteller stellten ihre Produktionslinien vorübergehend ein, da Lieferungen ausblieben. Ein DHL-Sprecher erklärte gegenüber Global Mobility News, dass „grenzüberschreitende Straßensendungen am selben Tag bis mindestens Montag praktisch unmöglich sind.“ Geschäftsreisende werden geraten, 24-Stunden-Puffer einzuplanen und flexible Tarife zu buchen, bis die Tarifverhandlungen wieder aufgenommen werden.

Praktische Hinweise: Unternehmen mit eng getakteten Terminen sollten auf virtuelle Meetings umsteigen oder Umwege über die Flughäfen Zürich, Nizza oder Ljubljana nehmen, die weitgehend unbeeinträchtigt blieben. Reisende, die sich bereits in Italien befinden, sollten vor der Abfahrt zum Bahnhof oder Flughafen den Status von Zügen und Flügen überprüfen und mehr Zeit für Sicherheitskontrollen einplanen, da das Personal nach und nach wieder zum Dienst zurückkehrt.
Quelle: Reuters / Corriere della Sera / L’Indipendente

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