
Das Staatssekretariat für Migration (SEM) kündigte am 17. Dezember an, Mitte 2026 ein sechsmonatiges Pilotprojekt zu starten, das spezielle Unterbringungsbereiche für Asylsuchende schaffen soll, die wiederholt den Betrieb in den Bundesasylzentren stören. Im Rahmen dieses Projekts werden erwachsene Männer, deren aggressives oder gewalttätiges Verhalten mehrfach zu Disziplinarvorfällen geführt hat, in gesicherte Bereiche der Zentren in Chiasso (Tessin) und Grossaffoltern (Solothurn) verlegt. Dort unterliegen sie strengeren Sicherheitskontrollen, behalten jedoch Zugang zu denselben Arbeitsprogrammen, rechtlicher Beratung und der Möglichkeit, tagsüber das Zentrum zu verlassen.
Die Schweiz betreibt acht Bundeszentren mit einer Kapazität von rund 8.000 Personen. SEM-Vertreter betonen, dass die überwiegende Mehrheit der Bewohner kooperativ ist, jedoch eine kleine Gruppe von schätzungsweise einigen Dutzend Personen landesweit eine unverhältnismässige Belastung für Personal, Sicherheitsdienste und andere Asylsuchende darstellt. Durch die Isolierung der Störer erhoffen sich die Behörden eine Lockerung der derzeit für alle geltenden strengen Sicherheitskontrollen, was die Lebensbedingungen für die regelkonformen Bewohner verbessert und die Überstundenkosten für private Sicherheitsfirmen senkt.
Das Pilotprojekt wird nach sechs Monaten evaluiert. Bei Erfolg plant das SEM, die übrigen Zentren mit ähnlichen separaten Bereichen auszustatten. Dies erfordert kleinere bauliche Anpassungen – vor allem verstärkte Türen, Kameras und kontrollierte Zugangskorridore – sowie zusätzliche Schulungen für das Personal. Kosten wurden vom SEM nicht bekanntgegeben, Experten für Migrationspolitik gehen jedoch davon aus, dass die Ausgaben durch geringere Schäden, medizinische Kosten und Polizeieinsätze ausgeglichen werden.
Menschenrechtsorganisationen zeigen sich zurückhaltend unterstützend und betonen, dass das Konzept verhältnismässiger sei als pauschale Einschränkungen für ganze Zentren. Sie werden beobachten, ob die Kriterien für die Verlegung fair angewendet werden und ob betroffene Bewohner rechtliche Mittel gegen eine falsche Zuweisung haben. Die Gewerkschaften der Zentrenmitarbeiter begrüssen die Massnahme, da sie Krankheitsausfälle durch Übergriffe und Einschüchterungen reduzieren könnte.
Für Unternehmen, die Asylsuchende in Arbeitsversuchen beschäftigen oder anerkannte Flüchtlinge einstellen, bedeuten ruhigere Zentren eine verlässlichere Belegschaft. Manager im Bereich globale Mobilität sollten beobachten, ob eine landesweite Umsetzung die Verfügbarkeit von SEM-geführten Integrationsangeboten beeinflusst, die als Talentpools dienen.
Die Schweiz betreibt acht Bundeszentren mit einer Kapazität von rund 8.000 Personen. SEM-Vertreter betonen, dass die überwiegende Mehrheit der Bewohner kooperativ ist, jedoch eine kleine Gruppe von schätzungsweise einigen Dutzend Personen landesweit eine unverhältnismässige Belastung für Personal, Sicherheitsdienste und andere Asylsuchende darstellt. Durch die Isolierung der Störer erhoffen sich die Behörden eine Lockerung der derzeit für alle geltenden strengen Sicherheitskontrollen, was die Lebensbedingungen für die regelkonformen Bewohner verbessert und die Überstundenkosten für private Sicherheitsfirmen senkt.
Das Pilotprojekt wird nach sechs Monaten evaluiert. Bei Erfolg plant das SEM, die übrigen Zentren mit ähnlichen separaten Bereichen auszustatten. Dies erfordert kleinere bauliche Anpassungen – vor allem verstärkte Türen, Kameras und kontrollierte Zugangskorridore – sowie zusätzliche Schulungen für das Personal. Kosten wurden vom SEM nicht bekanntgegeben, Experten für Migrationspolitik gehen jedoch davon aus, dass die Ausgaben durch geringere Schäden, medizinische Kosten und Polizeieinsätze ausgeglichen werden.
Menschenrechtsorganisationen zeigen sich zurückhaltend unterstützend und betonen, dass das Konzept verhältnismässiger sei als pauschale Einschränkungen für ganze Zentren. Sie werden beobachten, ob die Kriterien für die Verlegung fair angewendet werden und ob betroffene Bewohner rechtliche Mittel gegen eine falsche Zuweisung haben. Die Gewerkschaften der Zentrenmitarbeiter begrüssen die Massnahme, da sie Krankheitsausfälle durch Übergriffe und Einschüchterungen reduzieren könnte.
Für Unternehmen, die Asylsuchende in Arbeitsversuchen beschäftigen oder anerkannte Flüchtlinge einstellen, bedeuten ruhigere Zentren eine verlässlichere Belegschaft. Manager im Bereich globale Mobilität sollten beobachten, ob eine landesweite Umsetzung die Verfügbarkeit von SEM-geführten Integrationsangeboten beeinflusst, die als Talentpools dienen.
Quelle: SWI swissinfo.ch