
Peking zog am 18. Dezember um Mitternacht eine klare Grenze um Hainan und machte die tropische Provinz zu einem eigenständigen Zollgebiet, getrennt vom Festland. Waren mit mindestens 30 % Wertschöpfung, die in Hainan produziert werden, können nun zollfrei in den Rest Chinas eingeführt werden, während ausländische Unternehmen Zugang zu Dienstleistungssektoren erhalten – von Rechtsberatung bis Cloud-Computing –, die sonst meist verschlossen sind.
Dieser Schritt ist der Höhepunkt des 2020 vorgestellten Plans für den Freihandelshafen Hainan (FTP) und gilt als Pilotprojekt, um die Mitglieder des Umfassenden und Fortschrittlichen Abkommens für die Transpazifische Partnerschaft (CPTPP) davon zu überzeugen, dass China hohe Handelsstandards erfüllen kann. Vizepremier He Lifeng bezeichnete den FTP als „wichtiges Tor“ für eine neue Ära der Öffnung.
Für Mobilitätsexperten hat die Zollschranke zwei unmittelbare Folgen: Erstens profitieren Expatriates, die für qualifizierte Unternehmen in Hainan arbeiten, von vereinfachten Arbeitserlaubnisverlängerungen und einem pauschalen Einkommensteuersatz von 15 % – deutlich unter dem Spitzensteuersatz von 45 % auf dem Festland. Zweitens können ausländische Schiffe und Flugzeuge Hainan mit vereinfachten Kabotagegenehmigungen anlaufen, was die Logistikrouten zwischen Südostasien und dem Perlflussdelta neu gestalten könnte.
Skeptiker bezweifeln, dass eine Provinz mit einem BIP von 113 Milliarden US-Dollar – ein Viertel der Größe Hongkongs – die Rechtssicherheit bieten kann, die multinationale Unternehmen benötigen. Auch Immobilieninvestoren sorgen sich wegen Beschränkungen bei Landpachtverträgen. Dennoch haben Hotelketten von Marriott bis Accor neue Projekte angekündigt, in der Erwartung eines Zustroms von Duty-Free-Käufern und medizinischen Touristen.
Unternehmen, die einen Standort in Hainan erwägen, sollten ihre Lieferketten genau analysieren: Importe in den FTP sind zollfrei, doch die Rücksendung nicht qualifizierter Waren aufs Festland löst weiterhin Zölle aus. Personalabteilungen sollten ihre Steuerangleichungsmodelle für Mitarbeiter, die auf die Insel wechseln, aktualisieren.
Dieser Schritt ist der Höhepunkt des 2020 vorgestellten Plans für den Freihandelshafen Hainan (FTP) und gilt als Pilotprojekt, um die Mitglieder des Umfassenden und Fortschrittlichen Abkommens für die Transpazifische Partnerschaft (CPTPP) davon zu überzeugen, dass China hohe Handelsstandards erfüllen kann. Vizepremier He Lifeng bezeichnete den FTP als „wichtiges Tor“ für eine neue Ära der Öffnung.
Für Mobilitätsexperten hat die Zollschranke zwei unmittelbare Folgen: Erstens profitieren Expatriates, die für qualifizierte Unternehmen in Hainan arbeiten, von vereinfachten Arbeitserlaubnisverlängerungen und einem pauschalen Einkommensteuersatz von 15 % – deutlich unter dem Spitzensteuersatz von 45 % auf dem Festland. Zweitens können ausländische Schiffe und Flugzeuge Hainan mit vereinfachten Kabotagegenehmigungen anlaufen, was die Logistikrouten zwischen Südostasien und dem Perlflussdelta neu gestalten könnte.
Skeptiker bezweifeln, dass eine Provinz mit einem BIP von 113 Milliarden US-Dollar – ein Viertel der Größe Hongkongs – die Rechtssicherheit bieten kann, die multinationale Unternehmen benötigen. Auch Immobilieninvestoren sorgen sich wegen Beschränkungen bei Landpachtverträgen. Dennoch haben Hotelketten von Marriott bis Accor neue Projekte angekündigt, in der Erwartung eines Zustroms von Duty-Free-Käufern und medizinischen Touristen.
Unternehmen, die einen Standort in Hainan erwägen, sollten ihre Lieferketten genau analysieren: Importe in den FTP sind zollfrei, doch die Rücksendung nicht qualifizierter Waren aufs Festland löst weiterhin Zölle aus. Personalabteilungen sollten ihre Steuerangleichungsmodelle für Mitarbeiter, die auf die Insel wechseln, aktualisieren.
Quelle: Reuters
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