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Störungen im EU-Ein- und Ausreisesystem führen zu dreistündigen Warteschlangen – polnische Reisende werden gebeten, mehr Zeit einzuplanen

Dez. 20, 2025
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Störungen im EU-Ein- und Ausreisesystem führen zu dreistündigen Warteschlangen – polnische Reisende werden gebeten, mehr Zeit einzuplanen
Am 19. Dezember 2025 kam es an Flughäfen in ganz Europa zu chaotischen Zuständen, da das neue Ein- und Ausreisesystem der EU (EES) mehrfach ausfiel und Wartezeiten von bis zu drei Stunden für Nicht-EU-Bürger verursachte. Obwohl sich das biometrische System noch in einer begrenzten Testphase von 10 % befindet und erst am 12. Oktober eingeführt wurde, offenbaren sich an vielen Schengen-Flughäfen erhebliche Infrastrukturprobleme. Der Airports Council International (ACI) warnte, dass sich die Abfertigungszeiten um bis zu 70 % verlängert haben.

Für Geschäftsreisende aus Polen hat dies doppelte Auswirkungen. Zum einen müssen polnische Flughäfen, die ankommende Drittstaatsangehörige (z. B. Angehörige von Mitarbeitern mit ukrainischen oder britischen Pässen) abfertigen, bei Ausfall der Terminals manuell umleiten, was den Passagierfluss an den Flughäfen Warschau Chopin und Krakau Balice verlangsamt. Zum anderen stehen Mitarbeiter, die von Polen abfliegen, an großen Drehkreuzen wie Frankfurt, Paris CDG und Madrid bei Anschlussflügen zu Langstreckenflügen vor langen Wartezeiten.

Störungen im EU-Ein- und Ausreisesystem führen zu dreistündigen Warteschlangen – polnische Reisende werden gebeten, mehr Zeit einzuplanen


EU-Beamte geben zu, dass derzeit nur jeder zehnte Passagier zur biometrischen Erfassung aufgefordert wird, dieser Anteil jedoch bis zum 9. Januar 2026 auf 35 % und bis April auf 100 % steigen soll – was Befürchtungen über einen Systemzusammenbruch während der Osterreisewelle schürt. Als Notfallpläne werden derzeit eine vorübergehende Aussetzung des EES während des Weihnachtsansturms oder der Einsatz mobiler Erfassungsteams in den Ankunftshallen diskutiert.

Firmen-Mobilitätsteams raten Reisenden, bei Transit an großen Drehkreuzen mindestens vier Stunden vor Abflug anzureisen und wichtige Geschäftstermine erst einen Tag nach der Ankunft zu planen, um mögliche Verzögerungen abzufedern. Arbeitgeber sollten zudem prüfen, ob die Pässe der Entsandten noch genügend freie Seiten haben; unter dem EES werden Pässe nicht mehr gestempelt, doch berichten Fluggesellschaften, dass Grenzbeamte bei Ausfall der Terminals weiterhin manuelle Stempel verlangen.

Mittelfristig verspricht das EES schnellere, papierlose Grenzübertritte, doch bis die Zuverlässigkeit steigt, müssen polnische Unternehmen mit längeren Zwischenstopps, höheren Hotelkosten und möglichen verpassten Anschlussflügen rechnen – insbesondere für Entsandte aus Großbritannien, den USA und Asien, die unter die neuen biometrischen Erfassungspflichten fallen.
Quelle: The Scottish Sun / The Times (UK) composite reports

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