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Störungen im Ein- und Ausstiegssystem führen zu Forderungen nach Überprüfung, während österreichische Flughäfen sich auf Verkehrsspitze im Januar vorbereiten

Dez. 28, 2025
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Störungen im Ein- und Ausstiegssystem führen zu Forderungen nach Überprüfung, während österreichische Flughäfen sich auf Verkehrsspitze im Januar vorbereiten
Der Flughafenverband ACI Europe hat die Europäische Kommission aufgefordert, die Einführung des neuen EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES) neu zu bewerten, nachdem technische Probleme an mehreren großen Flughäfen zu Grenzkontrollschlangen von bis zu drei Stunden geführt haben, wie ein Bericht vom 27. Dezember zeigt. Während Wien, Salzburg und Innsbruck bisher die schlimmsten Staus vermeiden konnten, warnten österreichische Behörden, dass die Bearbeitungszeiten ab dem 9. Januar 2026 um bis zu 70 % ansteigen könnten, wenn die Erfassungsquote auf 35 % der Drittstaatenankünfte erhöht wird.

Das FAQ des österreichischen Innenministeriums bestätigt, dass die sechsmonatige Pilotphase am 12. Oktober 2025 begann und bis zum 10. April 2026 läuft. In dieser Zeit können die Beamten den Anteil der Reisenden, die in der biometrischen Datenbank erfasst werden, schrittweise erhöhen. Geschäftsreisende aus Nicht-EU-Ländern sollten daher mit sporadischer Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsbildern an österreichischen Flughäfen rechnen und zusätzliche Umsteigezeit einplanen.

Störungen im Ein- und Ausstiegssystem führen zu Forderungen nach Überprüfung, während österreichische Flughäfen sich auf Verkehrsspitze im Januar vorbereiten


Fluggesellschaften befürchten verpasste Anschlussflüge am Star-Alliance-Drehkreuz Wien, da die Winterflugpläne hochgefahren werden. Austrian Airlines hat das Bodenpersonal angewiesen, Transferpassagiere aus den USA, Großbritannien und Kanada besonders zu beobachten, da diese nun eine EES-Anmeldung benötigen und enge Anschlussflüge nach Osteuropa oder in den Nahen Osten verpassen könnten.

Firmenmobilitätsteams sollten ihre Reiserichtlinien anpassen: eine Mindestumsteigezeit von 90 Minuten in Wien für Nicht-EU-Bürger empfehlen, VIP-Fast-Track-Anbieter vorab informieren und Reisende dazu anhalten, die digitale ID-Anmeldung der Fluggesellschaften, wo verfügbar, frühzeitig abzuschließen. Anfang Januar steht zudem die nächste Ausbaustufe des Systems an; sollte die Stabilität nicht besser werden, fordert ACI Europe von der Kommission, den Mitgliedstaaten mehr Flexibilität bei der Verschiebung der Erfassungsschwelle zu gewähren.

Langfristig plant das Innenministerium, die manuelle Passstempelung mit dem vollständigen Start des EES im April einzustellen. Arbeitgeber müssen dann auf elektronische Aufzeichnungen zurückgreifen, um Aufenthaltszeiten für Nachweise von entsandten Arbeitnehmern und die 183-Tage-Grenze bei der Lohnabrechnung zu belegen.
Quelle: The Economic Times / Austrian Interior Ministry

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