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Frankreich führt verpflichtende Staatsbürgerprüfung und strengere Sprachanforderungen für Aufenthalt und Staatsbürgerschaft ein

Jan. 9, 2026
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Frankreich führt verpflichtende Staatsbürgerprüfung und strengere Sprachanforderungen für Aufenthalt und Staatsbürgerschaft ein
Globale Mobilitätsteams stehen vor einer neuen Compliance-Hürde, da die seit langem geplanten Integrationsreformen in Frankreich am 1. Januar 2026 stillschweigend in Kraft getreten sind. Das wöchentliche Bulletin von Crown World Mobility vom 8. Januar bestätigt, dass Antragsteller für die meisten mehrjährigen Aufenthaltstitel, Aufenthaltserlaubnisse und Einbürgerungen nun eine 40-Fragen umfassende Staatsbürgerprüfung bestehen und höhere Anforderungen an die französischen Sprachkenntnisse erfüllen müssen.

Der kostenlose, 45-minütige Test, der in zugelassenen Zentren abgelegt wird, umfasst fünf Themenbereiche: republikanische Werte, politische Institutionen, Rechte und Pflichten der Bürger, französische Geschichte/Geografie/Kultur sowie das tägliche Leben. Eine Mindestpunktzahl von 80 % (32 von 40) ist erforderlich. Antragsteller müssen das Bestehen des Tests vorlegen, bevor sie ihre Aufenthaltsunterlagen einreichen können – ein neuer Schritt, der zuvor erst nach der Ankunft im Rahmen eines Integrationskurses erfolgte.

Frankreich führt verpflichtende Staatsbürgerprüfung und strengere Sprachanforderungen für Aufenthalt und Staatsbürgerschaft ein


Auch die Sprachanforderungen steigen. Für mehrjährige Aufenthaltstitel (zwei bis vier Jahre) ist nun mindestens das Niveau A2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) Pflicht, während Erstbewerber für eine zehnjährige Aufenthaltserlaubnis mindestens B1 nachweisen müssen. Bei Einbürgerungen steigt die Anforderung auf B2. Ausnahmen gelten nur für Personen über 65 Jahre, Menschen mit Behinderungen und bestimmte Kategorien des Talent-Passports.

Praktisch sollten Personalabteilungen zwei bis vier zusätzliche Wochen für die Planung von Einsätzen einrechnen, um Prüfungsplätze zu sichern – insbesondere in den Provinzpräfekturen, wo die Kapazitäten begrenzt sind. Arbeitgeber könnten erwägen, intensive Sprachkurse und Vorbereitung auf den Staatsbürgertest zu finanzieren. Materialien stehen über ein neues Portal des Innenministeriums mit 222 Lernblättern zur Verfügung.

Ein Nichtbestehen des Tests bedeutet, dass der Antrag nicht eingereicht werden kann; auch Verlängerungen könnten scheitern, wenn der Nachweis der Sprachkenntnisse fehlt. Unternehmen, die Facharbeiter oder innergemeinschaftliche Entsandte beschäftigen, sollten ihre Belegschaft jetzt überprüfen, Risikofälle identifizieren und Budgets für Schulungen oder rechtliche Schritte einplanen. Die Reform bringt Frankreich in Einklang mit integrationsorientierten Ländern wie den Niederlanden und Deutschland und signalisiert, dass kulturelle Anpassungsfähigkeit künftig eine zentrale Rolle in der langfristigen Mobilitätsstrategie spielt.
Quelle: Crown World Mobility

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