
Frankreich hat den „Tag-90“-Meilenstein des Europäischen Ein- und Ausreisesystems (EES) erreicht. Zu diesem Zeitpunkt, der innerhalb der sechsmonatigen Einführung liegt, müssen mindestens 50 % aller Grenzübergänge an den Außengrenzen die vollständige biometrische Erfassung (Fingerabdrücke und Gesichtserkennung) gewährleisten, und mindestens 35 % aller Drittstaatsangehörigen müssen bereits in der Datenbank registriert sein. Die Frist, die auf den 9. Januar 2026 fällt, bedeutet, dass die meisten internationalen Reisenden, die per Flugzeug, Schiff, Bahn oder Straße ankommen, bei ihrer ersten Reise einige zusätzliche Minuten für die biometrische Erfassung aufwenden müssen, bevor sie anschließend von automatisierten Kontrolltoren profitieren können. Flughäfen wie Paris-Charles-de-Gaulle, Orly, Nizza und Lyon haben bereits hunderte EES-Kioske in Betrieb genommen. Das Innenministerium erklärt, dass die Abschaffung der physischen Passstempel bis zum 10. April 2026 planmäßig erfolgt.
Hintergrund: Das EES wurde durch die EU-Verordnungen 2017/2225 und 2017/2226 eingeführt, um die manuelle Stempelung durch eine elektronische Erfassung jeder Ein- und Ausreise von Nicht-EU-Besuchern zu ersetzen. Frankreich startete die schrittweise Einführung am 12. Oktober 2025 mit modifizierten PARAFE-E-Gates und neuen Selbstbedienungskiosken. Die persönlichen Daten der Reisenden sowie vier Fingerabdrücke werden verschlüsselt gespeichert und nach drei Jahren automatisch gelöscht, sofern kein Überziehen des Aufenthalts vorliegt. Datenschutzorganisationen äußern Bedenken, doch die Regierung betont, dass das System Warteschlangen verkürzen und die Erkennung von Visumsüberschreitungen effizienter gestalten wird.
Praktische Auswirkungen: Geschäftsreisende sollten an französischen Flughäfen bis zur ersten biometrischen Registrierung bis zu 15 Minuten mehr Zeit einplanen. Arbeitgeber, die Mitarbeiter nach Frankreich entsenden, sollten sie über den Ablauf informieren und darauf hinweisen, dass die Verweigerung der biometrischen Erfassung zur Einreiseverweigerung führt. Unternehmen mit häufigen Kanalüberquerungen (z. B. Eurostar-Pendler) müssen anfangs mit längeren Wartezeiten rechnen, da nur die Hälfte der Kontrollstellen EES-fähig ist. Nach der Registrierung sollten die Grenzübertritte jedoch schneller ablaufen.
Ausblick: Bis zum 10. April 2026 muss Frankreich das EES an 100 % seiner Außengrenzen betreiben. Das EU-Reisegenehmigungssystem ETIAS wird Ende 2026 folgen. Die Betreiber am Eurotunnel verhandeln noch, wie Fingerabdrücke erhoben werden können, ohne den Verkehr zu behindern, was eine verlängerte Übergangsfrist für Autofahrer möglich macht. Dennoch bestätigt der „Tag-90“-Meilenstein, dass Europas ehrgeizigstes Digitalisierungsprojekt an den Grenzen fest im Gange ist.
Hintergrund: Das EES wurde durch die EU-Verordnungen 2017/2225 und 2017/2226 eingeführt, um die manuelle Stempelung durch eine elektronische Erfassung jeder Ein- und Ausreise von Nicht-EU-Besuchern zu ersetzen. Frankreich startete die schrittweise Einführung am 12. Oktober 2025 mit modifizierten PARAFE-E-Gates und neuen Selbstbedienungskiosken. Die persönlichen Daten der Reisenden sowie vier Fingerabdrücke werden verschlüsselt gespeichert und nach drei Jahren automatisch gelöscht, sofern kein Überziehen des Aufenthalts vorliegt. Datenschutzorganisationen äußern Bedenken, doch die Regierung betont, dass das System Warteschlangen verkürzen und die Erkennung von Visumsüberschreitungen effizienter gestalten wird.
Praktische Auswirkungen: Geschäftsreisende sollten an französischen Flughäfen bis zur ersten biometrischen Registrierung bis zu 15 Minuten mehr Zeit einplanen. Arbeitgeber, die Mitarbeiter nach Frankreich entsenden, sollten sie über den Ablauf informieren und darauf hinweisen, dass die Verweigerung der biometrischen Erfassung zur Einreiseverweigerung führt. Unternehmen mit häufigen Kanalüberquerungen (z. B. Eurostar-Pendler) müssen anfangs mit längeren Wartezeiten rechnen, da nur die Hälfte der Kontrollstellen EES-fähig ist. Nach der Registrierung sollten die Grenzübertritte jedoch schneller ablaufen.
Ausblick: Bis zum 10. April 2026 muss Frankreich das EES an 100 % seiner Außengrenzen betreiben. Das EU-Reisegenehmigungssystem ETIAS wird Ende 2026 folgen. Die Betreiber am Eurotunnel verhandeln noch, wie Fingerabdrücke erhoben werden können, ohne den Verkehr zu behindern, was eine verlängerte Übergangsfrist für Autofahrer möglich macht. Dennoch bestätigt der „Tag-90“-Meilenstein, dass Europas ehrgeizigstes Digitalisierungsprojekt an den Grenzen fest im Gange ist.
Quelle: Forbes
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