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Schweiz übernimmt Vorsitz der Rheinschifffahrtskommission und setzt Impuls für umweltfreundlicheren Binnenschiffsverkehr

Jan. 17, 2026
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Schweiz übernimmt Vorsitz der Rheinschifffahrtskommission und setzt Impuls für umweltfreundlicheren Binnenschiffsverkehr
Die Schweiz hat diese Woche einen wichtigen diplomatischen Erfolg für ihren Verkehrssektor erzielt, als sie am 1. Januar 2026 turnusgemäß für zwei Jahre den Vorsitz der Zentralen Kommission für die Rheinschifffahrt (ZKR) übernommen hat. Die ZKR ist die älteste internationale Flussbehörde der Welt, gegründet auf dem Wiener Kongress, und legt die technischen, sicherheitsrelevanten und sozialen Regeln fest, die 80 % des europäischen Binnenschiffsgüterverkehrs regeln.

Die neue Rolle Berns, die am 16. Januar offiziell bekannt gegeben wurde, verleiht dem Bundesamt für Verkehr (BAV) die Agenda-Setzung für 2026-27 – und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Rheinschifffahrt vor zwei großen Herausforderungen steht: Niedrigwasserphasen infolge des Klimawandels und die bevorstehenden EU-Vorgaben zur Dekarbonisierung. Schweizer Behörden kündigen an, die Präsidentschaft zu nutzen, um die Einführung von Binnenschiffen mit alternativen Antrieben zu beschleunigen und ein harmonisiertes digitales Verkehrsmanagementsystem voranzutreiben, damit Verlader die Flusstransporte besser in ihre Tür-zu-Tür-Logistikketten integrieren können. (eda.admin.ch)

Schweiz übernimmt Vorsitz der Rheinschifffahrtskommission und setzt Impuls für umweltfreundlicheren Binnenschiffsverkehr


Aus Sicht der Unternehmensmobilität ist dieser Schritt bedeutsam, da etwa ein Drittel des Schweizer Außenhandels zumindest teilweise auf dem Rhein transportiert wird. Schnellere Zollvorabfertigungen und verlässlichere Fahrpläne würden es multinationalen Unternehmen erleichtern, Lieferketten von überlasteten Straßenkorridoren oder teuren Bahnkapazitäten wegzuverlagern. Die ZKR-Präsidentschaft passt zudem zur Klimastrategie des Bundesrates für 2050, die eine Reduktion der Treibhausgasintensität im Güterverkehr um 50 % anstrebt.

Für globale Mobilitätsteams ergeben sich praktische Folgen, etwa mögliche neue Berichtspflichten zum CO2-Gehalt von Flusssendungen sowie überarbeitete Gefahrgutvorschriften, die hochwertige Chemikalien, Maschinen und Pharmaexporte aus dem Basler Trimodalen Hafen betreffen könnten. Arbeitgeber sollten die bald erscheinenden Arbeitspapier der ZKR-Arbeitsgruppen – voraussichtlich bereits im März – aufmerksam verfolgen, um Details zu Pilotprojekten und Übergangsregelungen zu erhalten. Bis dahin empfehlen Schweizer Zollagenten, bei Binnenschiffbuchungen im Januar und Februar mehr Vorlaufzeit einzuplanen, da das Sekretariat die Führungsübergabe und IT-Updates bearbeitet.
Quelle: Swiss Federal Department of Foreign Affairs

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