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Italien verlängert vorübergehenden Schutzstatus für Ukrainer bis zum 4. März 2027

Jan. 19, 2026
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Italien verlängert vorübergehenden Schutzstatus für Ukrainer bis zum 4. März 2027
Rund 170.000 Ukrainer, die nach der russischen Invasion 2022 nach Italien geflohen sind, können aufatmen: Das Dekret-Gesetz 201/2025, bestätigt am 17. Januar und veröffentlicht am 18. Januar, erlaubt Inhabern von „protezione speciale“-Aufenthaltstiteln, diese bis zum 4. März 2027 zu verlängern. Damit setzt Italien die EU-Ratsentscheidung 2025/1460 um, die den temporären Schutz für vertriebene Ukrainer in der gesamten EU verlängert.

Der temporäre Schutz gewährt Zugang zum italienischen Arbeitsmarkt, zum nationalen Gesundheitssystem und zum Schulsystem. Ohne die Verlängerung wäre die Arbeitserlaubnis im März 2026 ausgelaufen, was die Beschäftigung gefährdet und Arbeitgeber gezwungen hätte, alternative Genehmigungen zu organisieren. Verlängerungsanträge müssen innerhalb der üblichen 60-Tage-Frist vor Ablauf gestellt werden; eine Fristüberschreitung führt automatisch zum Verlust der Arbeitserlaubnis.

Italien verlängert vorübergehenden Schutzstatus für Ukrainer bis zum 4. März 2027


Unternehmen, die in den letzten drei Jahren ukrainische Fachkräfte, insbesondere in den Bereichen Ingenieurwesen und IT, eingestellt haben, prüfen derzeit ihre Personalakten, um Verlängerungsbedarfe zu ermitteln, und buchen frühzeitig Termine bei den Präfekturen, da die Verfügbarkeit vor Ablauffristen erfahrungsgemäß knapp ist. Regionen wie Lombardei und Emilia-Romagna erweitern kostenlose Italienischkurse und erkennen ukrainische Hochschulabschlüsse an, um die Integration von Fachkräften in qualifizierte Positionen zu fördern.

Aus Compliance-Sicht sollten Mobility-Manager ihre Einsatzrichtlinien aktualisieren, mögliche Gebühren von 30 Euro für elektronische Karten einplanen und eine in den kommenden Wochen erwartete Innenministerial-Rundverfügung beobachten, die klärt, ob neue biometrische Daten erforderlich sind. Unternehmen, die Weiterbildungsprogramme finanzieren, könnten bevorzugten Zugang zu regionalen Fördermitteln erhalten – ein Anreiz, der angesichts des chronischen Mangels an MINT-Fachkräften in Italien lohnenswert ist.

Langfristig unterstreicht die Maßnahme den EU-weiten Trend zu mehrjährigen Lösungen für vertriebene Ukrainer, wodurch jährliche Verlängerungen und administrative Belastungen für Arbeitgeber reduziert werden. Personalabteilungen sollten 2027 als wichtigen Meilenstein für die strategische Personalplanung im Blick behalten.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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