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Neue ETIAS-Gebühr der EU bestätigt: Reisende zahlen ab Ende 2026 20 € für die Einreise nach Österreich und andere Schengen-Staaten

Feb. 5, 2026
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Neue ETIAS-Gebühr der EU bestätigt: Reisende zahlen ab Ende 2026 20 € für die Einreise nach Österreich und andere Schengen-Staaten
Geschäfts- und Freizeitreisende, die nach Österreich – sowie in die 28 anderen Schengen-Staaten – reisen, müssen bald eine zusätzliche Position in ihr Reisebudget einplanen. Laut einem Bericht vom 4. Februar 2026 hat die Europäische Kommission die Gebühr für das kommende European Travel Information and Authorisation System (ETIAS) auf 20 € (ca. 17 £) festgesetzt.

ETIAS ist kein Visum, sondern eine verpflichtende elektronische Reisegenehmigung für Bürger aus 59 derzeit visumfreien Ländern, darunter Großbritannien, die USA und Kanada. Antragsteller füllen ein kurzes Online-Formular aus (Passdaten, Reiseverlauf, Sicherheitsfragen) und erhalten in den meisten Fällen innerhalb von Minuten eine Genehmigung. Die Erlaubnis gilt drei Jahre lang – oder bis zum Ablauf des Reisepasses – und Fluggesellschaften müssen die ETIAS-Genehmigung vor dem Boarding überprüfen.

Für Österreichs Tourismus- und Exportbranche ist die Gebühr zwar gering, aber strategisch bedeutsam. Vor der Pandemie kamen jährlich über 3 Millionen britische und amerikanische Besucher nach Österreich, die rund 2 Milliarden Euro direkt ausgaben. Der Branchenverband ÖHV warnt, dass schon ein kleiner Rückgang bei den Ankünften – etwa weil preisbewusste Wochenendreisende „noch eine weitere Gebühr“ scheuen – die Hotelbelegung außerhalb der Haupt-Skimonate beeinträchtigen könnte. Fluggesellschaften bereiten bereits Online-Hinweise und Pop-ups vor, die Passagiere während der Buchung an die ETIAS-Anmeldung erinnern, um Staus am Check-in zu vermeiden, sobald das System verpflichtend wird.

Neue ETIAS-Gebühr der EU bestätigt: Reisende zahlen ab Ende 2026 20 € für die Einreise nach Österreich und andere Schengen-Staaten


Aus Sicht der Compliance begrüßen österreichische Grenzbeamte ETIAS als zusätzliche Sicherheitsstufe, die Reisedaten vor der Ankunft in Wien oder Salzburg mit Interpol-, Europol- und Schengen-Informationssystemen abgleicht. Das Innenministerium teilte lokalen Medien mit, dass es mit einem „einstelligen Prozentsatz“ an Anträgen rechnet, die aufgrund von Datenbanktreffern oder manueller Prüfung bis zu 30 Tage dauern können – ein Zeitrahmen, den Unternehmen bei kurzfristigen Geschäftsreisen berücksichtigen müssen.

Mobility-Manager in Unternehmen sollten ihre Genehmigungsprozesse vor Reiseantritt jetzt anpassen. Die beste Praxis orientiert sich an der ESTA-Regel für die USA: Mitarbeiter müssen ETIAS vor der Buchung nicht erstattungsfähiger Flüge oder Unterkünfte einholen. Reisebüros empfehlen multinationalen Konzernen zudem, häufig reisende Mitarbeiterdaten vorab in Buchungssysteme einzupflegen, damit automatische Erinnerungen erfolgen. Wird ETIAS nicht rechtzeitig beantragt, drohen Boarding-Verweigerungen oder schlimmstenfalls Einreiseverweigerungen – was eine Verletzung der Fürsorgepflicht bedeuten kann.

Obwohl die Gebühr von 20 € erst mit dem offiziellen Start von ETIAS Ende 2026 gilt, wird an österreichischen Flughäfen eine sechsmonatige Übergangsphase eingeführt, in der die Genehmigung empfohlen, aber noch nicht verpflichtend ist. Das Innenministerium plant eine Informationskampagne in Deutsch und Englisch, um Verwirrung an den Grenzen zu vermeiden. Da Großbritannien parallel sein eigenes Electronic Travel Authorisation (ETA) einführt, sollten globale Mobility-Teams mit einer dauerhaften Phase gegenseitiger Vorreiseprüfungen rechnen und diese neue Normalität sowohl Expatriates als auch Vielfliegern kommunizieren.
Quelle: The Times (UK)

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