
Das Innenministerium hat nach der 20-jährigen Haftstrafe für den Hongkonger Verleger Jimmy Lai schnell reagiert und die bekannteste Lücke im britischen National (Overseas) (BN(O))-Visumverfahren geschlossen. Ab heute können erwachsene Kinder von BN(O)-Statusinhabern, die bei der Übergabe 1997 unter 18 Jahre alt waren – sowie deren Partner und unterhaltsberechtigte Kinder – eigenständige Anträge stellen, selbst wenn ihre Eltern in Hongkong bleiben möchten. Behörden schätzen, dass dadurch in den nächsten fünf Jahren rund 26.000 weitere Hongkonger direkt in das Vereinigte Königreich umsiedeln werden.
Der BN(O)-Weg wurde 2021 als humanitäre Reaktion auf Pekings Einführung eines nationalen Sicherheitsgesetzes ins Leben gerufen. Bereits über 230.000 Visa wurden vergeben, und fast 170.000 Menschen haben sich in Großbritannien niedergelassen, vor allem in Greater London, Manchester und den Home Counties. Viele Familien waren jedoch getrennt, da Geschwister im Alter von 18 bis 24 Jahren zum Start nicht berechtigt waren. Interessengruppen wie Hong Kong Watch hatten sich für die Behebung dieses Problems eingesetzt; die Regierung räumt nun ein, dass der Zusammenhalt der Familien die Integration erleichtert und die Abhängigkeit von Sozialleistungen verringert.
Die Ankündigung vom Montag steht jedoch im Widerspruch zu einer parallelen Konsultation zum Thema „earned settlement“ (erworbener Aufenthaltsstatus). Nach diesen Plänen müssten die meisten Arbeitsmigranten zehn Jahre (15 Jahre für unterqualifizierte Tätigkeiten) warten, bevor sie Anspruch auf eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis (ILR) und letztlich die Staatsbürgerschaft hätten. Minister bestätigten gegenüber dem Guardian, dass BN(O)-Inhaber weiterhin den fünfjährigen ILR-Zeitraum behalten, jedoch strengere Anforderungen an Englischkenntnisse und Mindesteinkommen erfüllen müssen. Arbeitgeber und Universitäten, die auf Talente aus Hongkong angewiesen sind, fordern bereits vor dem nächsten akademischen Jahr Klarheit.
Für Manager der Unternehmensmobilität ist die wichtigste Erkenntnis, dass HR-Teams nun intra-firmenliche Versetzungen für diese „fehlende Kohorte“ sponsern können, ohne dass die Eltern Hongkong verlassen müssen. Umzugsdienstleister sollten sich auf eine steigende Nachfrage nach Schul- und Wohnberatung einstellen, insbesondere in Universitätsstädten, in denen viele erwachsene Kinder studieren wollen. Die Erweiterung unterstreicht zudem die Richtung der britischen Politik: Während die Gesamtmigration eingeschränkt wird, bleiben humanitäre und geopolitische Wege, die als Unterstützung britischer Werte gelten, geschützt – allerdings nur, wenn die Antragsteller eine schnelle wirtschaftliche Selbstständigkeit nachweisen können.
Der BN(O)-Weg wurde 2021 als humanitäre Reaktion auf Pekings Einführung eines nationalen Sicherheitsgesetzes ins Leben gerufen. Bereits über 230.000 Visa wurden vergeben, und fast 170.000 Menschen haben sich in Großbritannien niedergelassen, vor allem in Greater London, Manchester und den Home Counties. Viele Familien waren jedoch getrennt, da Geschwister im Alter von 18 bis 24 Jahren zum Start nicht berechtigt waren. Interessengruppen wie Hong Kong Watch hatten sich für die Behebung dieses Problems eingesetzt; die Regierung räumt nun ein, dass der Zusammenhalt der Familien die Integration erleichtert und die Abhängigkeit von Sozialleistungen verringert.
Die Ankündigung vom Montag steht jedoch im Widerspruch zu einer parallelen Konsultation zum Thema „earned settlement“ (erworbener Aufenthaltsstatus). Nach diesen Plänen müssten die meisten Arbeitsmigranten zehn Jahre (15 Jahre für unterqualifizierte Tätigkeiten) warten, bevor sie Anspruch auf eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis (ILR) und letztlich die Staatsbürgerschaft hätten. Minister bestätigten gegenüber dem Guardian, dass BN(O)-Inhaber weiterhin den fünfjährigen ILR-Zeitraum behalten, jedoch strengere Anforderungen an Englischkenntnisse und Mindesteinkommen erfüllen müssen. Arbeitgeber und Universitäten, die auf Talente aus Hongkong angewiesen sind, fordern bereits vor dem nächsten akademischen Jahr Klarheit.
Für Manager der Unternehmensmobilität ist die wichtigste Erkenntnis, dass HR-Teams nun intra-firmenliche Versetzungen für diese „fehlende Kohorte“ sponsern können, ohne dass die Eltern Hongkong verlassen müssen. Umzugsdienstleister sollten sich auf eine steigende Nachfrage nach Schul- und Wohnberatung einstellen, insbesondere in Universitätsstädten, in denen viele erwachsene Kinder studieren wollen. Die Erweiterung unterstreicht zudem die Richtung der britischen Politik: Während die Gesamtmigration eingeschränkt wird, bleiben humanitäre und geopolitische Wege, die als Unterstützung britischer Werte gelten, geschützt – allerdings nur, wenn die Antragsteller eine schnelle wirtschaftliche Selbstständigkeit nachweisen können.
Quelle: The Guardian
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