
ÖBB-Infrastruktur und Wiener Linien haben die detaillierten Bau- und Ersatzverkehrspläne für die nächste – und zugleich störungsreichste – Phase des 2,2 Milliarden Euro teuren „S-Bahn Wien Upgrades“ vorgestellt. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Wien bestätigte Infrastrukturvorständin Judith Engel, dass die Stammstrecke zwischen Hauptbahnhof und Praterstern – an einem normalen Werktag von über 700 Zügen und 250.000 Fahrgästen genutzt – vom 7. September 2026 bis Ende Oktober 2027 gesperrt wird. Bereits im Sommer 2026 wird es eine vorbereitende Sperre zwischen Praterstern und Floridsdorf geben, die vom 4. Juli bis 6. September den Durchgangsverkehr unterbricht.
Die Arbeiten umfassen den Austausch von Viaduktbögen aus dem 19. Jahrhundert, die Absenkung der Gleisbettungen für längere Desiro HC-Züge, neue Signaltechnik sowie die vollständige Barrierefreiheit an den Stationen Praterstern, Traisengasse und Handelskai. Da keine parallele Schienenverbindung existiert, setzen ÖBB und Wiener Linien auf ein mehrstufiges Umleitungskonzept: dichtere U-Bahn-Takte, verlängerte Straßenbahnlinien, temporäre Busspuren über die Reichsbrücke sowie zusätzliche Regionalzüge über die Marchegger Ostbahn. Dieses Konzept wurde gemeinsam mit dem Österreichischen Institut für Raumplanung entwickelt, um auch in Spitzenzeiten ausreichend Kapazitäten zu gewährleisten.
Für betriebliche Mobilitätsprogramme bedeutet das eine doppelte Herausforderung: Zum einen fällt die wichtigste Nord-Süd-Pendlerachse Wiens für über ein Jahr aus, was die täglichen Fahrgewohnheiten von Beschäftigten aus Niederösterreich stark beeinflusst. Zum anderen werden Fernzüge aus Deutschland und Tschechien, die normalerweise die Stammstrecke nutzen, über Meidling oder die Donaulände umgeleitet, was bis zu 25 Minuten Mehrfahrzeit bedeutet. Mobilitätsverantwortliche sollten daher Tür-zu-Tür-Zeiten aktualisieren, Taxi-Kostenerstattungen neu bewerten und Hotelbuchungen in der Nähe von Meidling im Blick behalten.
Die ÖBB räumen ein, dass die Sommer-Sperren 2024 und 2025 bereits zu einem 12-prozentigen Umstieg auf den Pkw geführt haben, setzen aber auf intensive Kommunikation – beginnend im Frühjahr mit Roadshows an Bahnhöfen, mehrsprachigen Flyern und gezielten Social-Media-Kampagnen –, um den Wert 2026 unter 8 Prozent zu halten. Arbeitgeber werden dazu angehalten, Arbeitszeiten zu staffeln oder Homeoffice während der wichtigsten Bauphasen zu fördern.
Die Finanzierung des Ausbaus ist durch den Bundesverkehrsrahmenplan gesichert, weitere parlamentarische Beschlüsse sind nicht erforderlich. Das Projekt ermöglicht künftig 100 Meter längere Züge, 2-Minuten-Takte und eine Kapazitätssteigerung von 50 Prozent auf der wichtigsten S-Bahn-Stammstrecke der Stadt – ein entscheidender Schritt, um Wiens Ziel zu erreichen, den öffentlichen Verkehr bis 2030 auf einen Anteil von 80 Prozent am Gesamtverkehr zu erhöhen.
Die Arbeiten umfassen den Austausch von Viaduktbögen aus dem 19. Jahrhundert, die Absenkung der Gleisbettungen für längere Desiro HC-Züge, neue Signaltechnik sowie die vollständige Barrierefreiheit an den Stationen Praterstern, Traisengasse und Handelskai. Da keine parallele Schienenverbindung existiert, setzen ÖBB und Wiener Linien auf ein mehrstufiges Umleitungskonzept: dichtere U-Bahn-Takte, verlängerte Straßenbahnlinien, temporäre Busspuren über die Reichsbrücke sowie zusätzliche Regionalzüge über die Marchegger Ostbahn. Dieses Konzept wurde gemeinsam mit dem Österreichischen Institut für Raumplanung entwickelt, um auch in Spitzenzeiten ausreichend Kapazitäten zu gewährleisten.
Für betriebliche Mobilitätsprogramme bedeutet das eine doppelte Herausforderung: Zum einen fällt die wichtigste Nord-Süd-Pendlerachse Wiens für über ein Jahr aus, was die täglichen Fahrgewohnheiten von Beschäftigten aus Niederösterreich stark beeinflusst. Zum anderen werden Fernzüge aus Deutschland und Tschechien, die normalerweise die Stammstrecke nutzen, über Meidling oder die Donaulände umgeleitet, was bis zu 25 Minuten Mehrfahrzeit bedeutet. Mobilitätsverantwortliche sollten daher Tür-zu-Tür-Zeiten aktualisieren, Taxi-Kostenerstattungen neu bewerten und Hotelbuchungen in der Nähe von Meidling im Blick behalten.
Die ÖBB räumen ein, dass die Sommer-Sperren 2024 und 2025 bereits zu einem 12-prozentigen Umstieg auf den Pkw geführt haben, setzen aber auf intensive Kommunikation – beginnend im Frühjahr mit Roadshows an Bahnhöfen, mehrsprachigen Flyern und gezielten Social-Media-Kampagnen –, um den Wert 2026 unter 8 Prozent zu halten. Arbeitgeber werden dazu angehalten, Arbeitszeiten zu staffeln oder Homeoffice während der wichtigsten Bauphasen zu fördern.
Die Finanzierung des Ausbaus ist durch den Bundesverkehrsrahmenplan gesichert, weitere parlamentarische Beschlüsse sind nicht erforderlich. Das Projekt ermöglicht künftig 100 Meter längere Züge, 2-Minuten-Takte und eine Kapazitätssteigerung von 50 Prozent auf der wichtigsten S-Bahn-Stammstrecke der Stadt – ein entscheidender Schritt, um Wiens Ziel zu erreichen, den öffentlichen Verkehr bis 2030 auf einen Anteil von 80 Prozent am Gesamtverkehr zu erhöhen.
Quelle: LOK-Report
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