
Die eskalierenden Feindseligkeiten in der Golfregion zwangen diese Woche die Drehkreuze in Dubai, Abu Dhabi und Riad zu vorübergehenden Schließungen, was weltweite Netzwerke beeinträchtigte und hunderte Flüge mit China-Bezug durcheinanderbrachte. Daten von VariFlight zeigen, dass von 808 geplanten Verbindungen zwischen dem chinesischen Festland und dem Nahen Osten am 2. und 3. März mehr als 25 Prozent gestrichen oder umgeleitet wurden. Große chinesische Fluggesellschaften reagierten schnell: Air China, China Eastern, China Southern, Hainan Airlines und Xiamen Airlines veröffentlichten bis Mittag des 3. März nahezu identische Kulanzregelungen. Passagiere mit Buchungen zu, von oder über die betroffenen Drehkreuze zwischen dem 3. und 10. März können einmalig kostenlos Datum oder Ziel ändern oder ungenutzte Tickets vollständig erstatten lassen. Einige Airlines lockerten zudem die Umbuchungsgebühren für Anschlussflüge nach Europa, die normalerweise über Dubai oder Doha führen. Die Online-Reisebüros Trip.com, Qunar und Tongcheng richteten 24-Stunden-Notfall-Hotlines ein und erklärten sich bereit, Stornierungskosten für Hotels mit den Anbietern zu teilen, damit Kunden keine Nachteile erleiden. Der in Peking ansässige Reiseveranstalter Utour entsandte Mitarbeiter nach Dubai und Maskat, um vor Ort die Abläufe zu koordinieren und chinesische Reisegruppen zusammenzuhalten, bis der kommerzielle Flugverkehr wieder aufgenommen wird. Luftverkehrsanalysten warnen, dass bei anhaltenden Schließungen die Airlines mit höheren Treibstoffkosten und komplexen Umleitungen über türkische oder zentralasiatische Routen rechnen müssen, was die Reisezeit nach Europa um 60 bis 90 Minuten verlängert. Geschäftsreisemanager raten ihren Kunden bereits, alternative Festland-Drehkreuze wie Beijing Daxing, Shanghai Pudong und Guangzhou Baiyun in Betracht zu ziehen, die noch Kapazitäten für Langstreckenflüge haben und außerhalb der Konfliktzone liegen. Trotz der Turbulenzen erklärte die chinesische Zivilluftfahrtbehörde (CAAC), dass die Sicherheitsteams weiterhin eng mit den Regulierungsbehörden im Golf zusammenarbeiten und Echtzeit-NOTAM-Updates herausgeben werden. Reisende werden dringend gebeten, vor dem Weg zum Flughafen die Webseiten der Fluggesellschaften zu prüfen.
Quelle: China Daily Hong Kong
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